La Casa-Chef sucht Nachfolger

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Einer unserer Lieblingsclubs läuft derzeit in schwerem Fahrwasser. La Casa-Besitzer und -Chef Nico Swaton sucht derzeit einen Nachfolger für seinen Club. Am 1. Dezember 2001, zu seinem 30. Geburtstag, hatte er den Laden übernommen und ihn zu einer Institution in Sachen ausgesuchter Musik gemacht. Hier hat die Cottbuser Lesebühne eine Heimstatt gefunden, spielte Nick Oliveri von den Queens of the Stone Age, fand alljährlich das Blue Moon-Festival statt und wurde so manche schöne Party gefeiert. „Es sind hauptsächlich familiäre und gesundheitliche Gründe, die in mir diesen Entschluss haben reifen lassen“, sagt er mit sehr bewegter Stimme gegenüber HERMANN. „Bis 2008 ging es mit dem La Casa eigentlich immer bergauf und alles fühlte sich ok an.“ Dann spielte sein Körper nicht mehr mit und riss ihn aus dem Berufsleben. „Danach“, sagt er, „ging es eigentlich nur noch bergab.“ Sein Arzt sagte ihm knallhart: „Wenn Sie noch eine Weile leben wollen, suchen Sie sich einen anderen Job.“

Bis zum 31. Juli möchte Nico nun seinen Laden verkaufen. „Die neuen Besitzer bekommen für ein Ablöse alles, was im La Casa ist und nicht zum Gebäude gehört“, sagt Nico. Dazu gehörten neben dem gesamten Inventar auch Musikanlagen und die Lichttechnik. Dazu kommen auch die fertigen Pläne für neue Proberäume im Keller, damit Bands und Musiker das Gefüge des La Casa erweitern können. Der Käufer des La Casa schließe einen Mietvertrag mit dem Vermieter ab und kann dann direkt den Betrieb weiterführen.
Nico: „Er übernimmt einen schlüsselfertigen Laden.“ Es liege ihm am Herzen, dass dasLa Casa eine Kultureinrichtung bleibe, sagt der Club-Chef. Wenn jetzt jemand Interesse hat oder jemanden kennt, der jemanden kennt, der fühle sich aufgerufen, sich unter info.lacasa@gmx.de bei Nico Swaton zu melden.

Robert Gordon

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