Rot ist der Ton – Die Band Sandow ist wieder sichtbar aktiv

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„Endlich“, hört man die einen rufen, „Was, die gibt’s noch?“, „Wer is’n das?“ ganz andere. Die in den 80er Jahren in Cottbus gegründete Band Sandow arbeitet sichtbar an neuem Material. Davon zeugen der neue Youtube-Kanal, ein erster neuer Song, ein Crowdfunding-Projekt zur Finanzierung der neuen Platte, die 2017 erscheinen wird. HERMANN-akapelle sprach mit Bandleader Kai-Uwe Kohlschmidt.

Anfang November habt Ihr ein Crowdfunding-Projekt für Eure neue Platte gestartet. Innerhalb kurzer Zeit kam dort eine Menge Geld zusammen. Wart Ihr überrascht, wie gut das Projekt angelaufen ist?
Ja, das war schon eine Überraschung für uns, mit welchem Tempo unsere Fans in das Sparschwein einzahlten. Nach der ersten Woche hatten wir schon die Hälfte beisammen. Das Wunderbare daran ist aber vor allem das Gefühl, dass man nicht mehr allein in so eine aufwendige Produktion geht.

Warum habt Ihr diese Form gewählt?
Wir brauchen ein Budget, um uns ein gutes Studio leisten zu können. Die Labels haben heutzutage gerade mal noch das Geld, um die Scheibe zu pressen und zu promoten. Unser Album wird recht lang, aufwendig und opulent, wie vielleicht frühere Konzeptalben, wie die fatalia oder die Stachelhaut. SANDOW hat sich selbst immer hohe Messlatten gelegt. Da müssen wir jetzt drüber.

Was bekommen diejenigen von Euch, die sich finanziell bei Euch beteiligen?
Wir haben eine Vielzahl sogenannter Rewards, also Belohnungen. Das staffelt sich von der CD „Entfernte Welten“ über DoppelVinyl der Satchelhaut/Born, die demnächst neu aufgelegt wird. Es gibt limitierte Weißpressungen bis zu einem gepflegten Diner mit uns, ein Proberaumkonzert und Kunstwerke von Chris Hinze.

Allein die Bilder für Eure Platte, die Ihr online gestellt habt, zeigen Sandow in gewohnt experimenteller Optik. Setzt sich das bei Eurem akustischen Auftritt fort?
„Entfernte Welten“ wartet mit unserer gesamten Bandbreite an musikalischer Vorstellung auf. Ich kann das gar nicht mehr beschreiben, was dort an Stilistiken unserer Transformation unterworfen ist. Das ist eben SANDOW. Es gibt martialische Stücke neben sehr groovigen Hymnen oder ausladenden Konzeptkompositionen, die auch mal neun Minuten lang sind. Es gibt Interludes und Sounddesign. Die Platte reist zu schwer bereisbaren Habitaten. Wir begegnen Erkenntnis und Leidenschaft. Vor allem aber gibt es einen erbarmungslosen Trip zu sich selbst.

Welche Pläne habt Ihr mit dem neuen Material, in Bezug auf eine Tour, die Euch vielleicht auch nach Cottbus führt?
Das Album wird im Sommer 2017 erscheinen, und die Tour wird im Herbst in der Volksbühne Berlin beginnen. Sie wird uns garantiert zu unserem Heimatort führen. Das Glad- House dürfte hier unser Venue sein. Darauf freuen wir uns schon sehr. Wir haben auch schon viele Supporter aus Cottbus auf der Spenderliste, und vielleicht werden es ja noch mehr. Das würde uns dann ein heutzutage unabdingbares Promobudget ermöglichen.

Das Interview führte Robert Gordon

Infos
https://www.startnext.com/sandow
www.SANDOW.de

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