Kunst zum Anfassen

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In der Galerie Fango werden Anfang April die Bilder von den Wänden genommen. Die schwarzen Flächen bleiben dann auch erstmal weitestgehend nackt. Im Frühling bevölkern bunte Objekte die Galerie in der Amalienstraße. Ernst Majos „dadasophischer Streichelzoo“ oder „Die interaktive und postrationale Dekonstruktion der Welt, des Sinns und des Seins“ zieht ins sandige Wohnzimmer ein.

Konstruktionen wie der Schmetterlingsflugsimulator oder der analoge Rehwildschusssimulator warten nur darauf, von den Gästen in die Hände genommen zu werden. Die Schaubilder und Gerätschaften bieten philosophisch-dadaistisch-absurden Tiefgang, aber auch sehr viel Spaß an der Oberfläche, da alles auch von allen Besuchern ausprobiert werden kann und muss. Außerdem werden Photorotoreliefs zu sehen sein. An Duchamps Rotoreliefs angelehnt, aber mit von Raúl Contreras aufgenommenen Fotografien und Vertonung auf eine neue Ebene gehoben. Krönende Ergänzung der Ausstellung ist die Sammlung umfunktionierter Schreibmaschinen. Ernst Majo beschäftigte sich mit systematischer Zweckentfremdung und machte aus Schreibmaschinen Egoshooter, interaktive Strategie- und Reaktionsspiele, Malmaschinen, ferngesteuerte Puppen und vieles mehr. Die Eröffnung an 8. April wird live vertont durch die Bossa-Jazz Band  ʺPigs in Space“.

Jan Gerlach/Sabrina Kotzian

Ausstellung
Dadasophistischer Streichelzoo, ab 4.4.17,
Eröffnung: Sa, 8.4.17, ab 20 Uhr
www.fango.org

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