22. Cottbuser Theatersommer in der Kleinen Comödie

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Deftig und heftig und kräftig: 22. Cottbuser Theatersommer – der letzte unter Gerhard Printschitschs Ägide

Diese Nachricht zuerst: TheaterNative C, die Kleine Komödie in der Petersilienstraße, die durchaus Zehntausenden in 27 Jahren Unterhaltung, Vergnügen, Gemütlichkeit geschenkt und dabei vornehmlich das Zwerchfell angeregt hat, erhält einen neuen Hausherren. Am 1. Januar 2018 übernimmt Hauke Tesch (52), bisher Spielleiter Oper im Staatstheater Cottbus und ganz am Anfang seiner Laufbahn schon einmal auf der Bühne des kleinen Theaters erfolgreich, die Leitung des Hauses.

Doch bis dahin vergehen noch ein paar Monate, in denen sich Gerhard Printschitsch noch einmal in den Gelüsten eines heftigen und deftigen und kräftigen Theatersommers ergehen wird, des 22. in seiner Handschrift voll derben Humors, überraschender Situationskomik und Intarsien aus altbeliebten Bühnenklamotten. Motto: Erlaubt ist, was gefällt. Und die TheaterNative C hat ein Publikum, dem gefällt, was erlaubt ist und vielleicht noch ein bisschen mehr. Gerhard Printschitsch hat jedenfalls über zwei Jahrzehnte lang den interessierten Cottbusern heiße Sommernächte bereitet. Zuletzt im Juli waren „Ein Mordssonntag”, „Der Geizige”, „Flitterwochen zu dritt”, „Die süßesten Früchte” und „Rache ist süß” zu sehen. Nun steht eine weitere Premiere an: „Der eingebildete Kranke” nach Moliere, ein Musical von Susanne Felicitas Wolf  am 17. August, 20 Uhr.

„Der eingebildete Kranke”, wie Gerhard Printschitsch ihn selbst sieht und inszeniert: „Was den reichen Cottbuser Bürger Anton von Hagestolz am Leben hält, sind seine Krankheiten. Der leidenschaftlich Leidende hält seine Umgebung mit einer Mischung aus Egomanie und Hypochondrie auf Trab. Ohne Krankheiten wäre er ein gutmütiger Familienvater. So aber wird er zum Tyrannen seiner Tochter Angelika und zum Werkzeug seiner erbschleichenden zweiten Frau Belinde, während die junge Hausangestellte Toinette Hurtig mit ihm ihr eigenes Spiel treibt. Überdies wird er vom Doktor Dünkelstein übers Ohr gehauen. Arztrechnungen sind teuer! Damit Anton von Hagestolz die hohen Rechnungen bezahlen kann, will er seine Tochter Angelika gegen ihren Willen mit dem jungen Arzt Dünkelstein verheiraten. Er weiß jedoch nicht, dass seine Tochter den jungen Mann Clemens Hutmacher liebt, und dass seine Frau ihn mit dem Arzt Dünkelstein betrügt – und sich nichts sehnlicher als seinen Tod wünscht.”

Gibt es denn niemanden in dieser turbulenten Komödie, der die vertrackte Lage bemerkt? „Nur die Hausangestellte Toinette Hurtig sieht da durch  und versucht Angelika und Clemens sowie auch dem Anton von Hagestolz zu helfen bzw. ihnen die Augen zu öffnen. Dazu lässt sich Toinette alle möglichen Tricksereien einfallen, die äußerst unterhaltsam durch diese Komödie führen und für Heiterkeit sorgen!”

Klaus Wilke
Foto: Wolfgang Linnenbrügger spielt den eingebildeten Kranken. © TheaterNative C

„Der eingebildete Kranke” nach Moliere, ein Musical von Susanne Felicitas Wolf
Premiere 17. August, 20 Uhr
Weitere Vorstellungen am 18., 22., 25.8, jeweils 20 Uhr, und am 20.8., 16 Uhr.

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