Fest der Glasarbeiter bei Cristalica in Döbern

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Die Glaspyramide der Cristalica GmbH ist in Döbern weithin sichtbar. Sie ist das neue Symbol für die Tradition der Glasherstellung in der Stadt. Vor 150 Jahren, 1867, nahm die erste Glashütte der Gebrüder Hirsch ihren Betrieb auf. „Einst Hochburg der Glasherstellung, sind wir heute eine der letzten aktiven Hütten in Deutschland“, liest man auf der Internetseite von Cristalica. Weiter heißt es: „Unsere Tradition und die Glasmacherkunst zu bewahren und uns doch immer wieder neu zu erfinden, haben wir uns zur Aufgabe gemacht.“

Dazu gehört eben auch, dass große Jubiläen gefeiert werden. Zum Beispiel am 23. September das „Fest der Glasarbeiter“ zum 150-jährigen Jubiläum der Döberner Glasherstellung. Das erste „Fest der Glasarbeiter“ fand übrigens 1968 statt, als der Betrieb gerade den 20. Jahrestag der Gründung des VEB Glashütte Döbern feierte. Auch hier steht man also in einer Tradtion. Tradition, Handwerk und Design sind die Grundpfeiler der Arbeit der Cristalica GmbH, sagt Martin Gründer, Stellvertretender Geschäftsführer bei Cristalica.

Warum begehen Sie dieses Fest?
Wir stehen in der Döberner Glastradition und haben uns deshalb dazu entschieden, dieses Fest wiederzubeleben. Schließlich sind wir die letzte verbliebene Glashütte hier in Döbern. Das letzte Mal fand dieses Fest zu Lausitzer Glashütte-Zeiten statt. Das diesjährige Fest soll gleichzeitig eine Festveranstaltung zum 150-jährigen Jubiläum der Döberner Glasherstellung sein.

Was bedeuten 150 Jahre Glashütte Döbern?
Das bedeutet nach wie vor: innovative Produkte, Leidenschaft, Tradition, Handwerk und Design.

Was ist das Besondere an der Glashütte in Döbern?
Mit unserem innovativen Produkt, das wir heute produzieren – unser Studioglas – sind wir eines der führenden Unternehmen in der Welt. Regional gesehen gibt es nicht mehr viele Glas produzierende Betriebe. Wir sind einer von wenigen, die übrig geblieben sind.

Fest der Glasarbeiter

Fest der Glasarbeiter 1968

Was machen Sie, um die Tradition des Glashandwerks am Leben zu erhalten?
Wir haben zum Beispiel den Glasarbeiter-Stammtisch ins Leben gerufen, zu dem sich im Juni dieses Jahres mehr als 30 ehemalige Mitarbeiter des Lausitzer Glaskombinats trafen. Dabei ging es unter anderem darum zu zeigen, was wir jetzt machen, wohin wir uns entwickelt haben. Zukünftig wollen wir auch im Rahmen des Stammtisches gemeinsame Ideen entwickeln. Die ehemaligen Mitarbeiter sollen sich treffen, sich austauschen, und wir sind auch auf ihren Rat gespannt, wenn wir ein neues Produkt entwickeln. Der Stammtisch soll keine einmalige Sache gewesen sein. Eine Fortsetzung ist also geplant.

Warum muss man unbedingt beim Fest der Glasarbeiter dabei sein?
Unsere Besucher können an diesem Tag den Standort kennenlernen. Es gibt Führungen durch die Fabrikation, man kann unseren Mitarbeitern bei der Glasherstellung und beim Glasschleifen zuschauen. Man kann dann sogar sein vielleicht erstes selbst geblasenes Glas mit nach Hause nehmen. Wir werden neben vielen anderen Highlights auch unseren rollbaren, 27 Kilogramm schweren, Glasofen zeigen, der im Grunde genommen hingebracht werden kann, wohin der Kunde das möchte, und der überall auf der Welt direkt vor Ort zur Glasproduktion genutzt werden kann. Selbst in einem Garten könnte das sein.

Highlights

  • Exklusives Shoppingerlebnis in der größten Glasverkaufspyramide der Welt
  • Führung durch das Werk:
  • Kinofilm mit historischen Bildern 15min
  • Glasarbeitermuseum mit traditionellen Ausstellungsstücken
  • Hüttenbesuch mit Live Glasherstellung und exclusiv Herstellung von Überfangglas der traditionellen Döberner Herstellungskunst (Römer)
  • Führung durch die Merchandisingproduktion mit Sporttrikots und über 2000 verschiedenen Merch.Artikeln
  • Glasarbeitermarkt
  • Live Glasherstellung direkt an der Pyramide
  • Live Glasschleifen
  • Kulinarische Genüsse
  • Kinderprogramm ganztags
  • 14-17 Uhr die Saspower Dixieland-Stompers als Höhepunkt des Nachmittagsprogramms

Historische Daten

  • Vor 150 Jahren (1867) erste Glashütte in Döbern eröffnet (Gebrüder Hirsch)
  • 1882 werden die Glashüttenwerke „Fettke & Ziegler“ in Döbern gegründet. eine Übergroße Bronzefigur von Gustav Adolf Hermann Fettke (01.02.1850 – 13.03.1920) ist vor Ort zu besichtigen
  • 1948 Bildung der VEB Glashütte Döbern
  • 1968 erstes „Fest der Glasarbeiter“ in dem Werk, in dem heute Cristalica sitzt
  • Zur Wende 1.500 Mitarbeiter im Werk
  • 2004 Übernahme des Werkes durch den inzwischen verstorbenen Siegfried Zabel
  • 2009 Übernahme des Werkes durch Lutz Stache
  • Cristalica hat die letzte von ehemals vier Heißglasproduktion in Döbern

Robert Gordon
Bilder: pr/Cristalica

Termin
23. September, 10 – 18 Uhr

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