Theatergeflüster

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Januar 2018

Eine Fachkauffrau für Büromanagement ist in der Lage……nein, nochmal:

Eine Sekretariatsfachkauffrau schafft bei……nein, anders:

Eine Fachangestellte für Bürokommunikation kann nach ……nein, von vorne:

Eine Office-Managerin ……ach, was:

Eine Sekretärin sollte nach ihrer Ausbildung ungefähr zweihundertdreissig Anschläge pro Minute schaffen. Damit würde sie diesen Text, der eintausendachthundert Zeichen inklusive Leerzeichen und meinen Namen umfassen soll, in ungefähr siebeneinhalb Minuten tippen.

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Vielleicht tut sie das auch, irgendwo da draußen, in einer PR-Abteilung oder in einer Druckerei und hat dabei noch einmal das Layout überarbeitet, den Zeilenumbruch, die Absätze und so weiter. Siebeneinhalb Minuten für einen Text über Sekretärinnen.

Dann ein letztes Mal Korrektur lesen und oha: Da steht steht ja „Sekretärinnen“!

In Anführungszeichen, das bedeutet Titel!

Was? Lieder singen die? Eine Revue? Im Büro? Na, das wär´ was, wenn wir im Büro auch noch singen würden. Mich nervt die Müller schon beim Telefonieren … Ach so, die können nicht anders, die singen, weil sie nicht sprechen. Klar, private E-Mails sind ja auch nicht so gerne gesehen, und hören tut man sie schon gar nicht. Aha, Herz, Schmerz, Sehnsüchte und geplatzte Träume, Zickenkrieg und Frauenpower.

Ist irgendwie wie bei uns im Büro. Ob ich da mal hingehe? Mit dem Klausi? Oder mit den Mädels aus der Abteilung? Dann kommt auch die Müller mit. Ach, ist auch schon egal …

Gehen Sie hin! „Sekretärinnen“ ab 26. Januar in der Kammerbühne.

Viel Spaß wünscht

Thomas Weber-Schallauer, Regisseur

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