hermann macht Bar – Die Sechste!

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„Pjöngjang und Bischkek“: Bilder, Geschichten und Klänge aus Nordkorea, Kirgisien und weiteren entfernten Welten bei der hermann-Bar in der Kammerbühne des Cottbuser Staatstheaters

Das Staatstheater und hermann – das Magazin aus Cottbus für die Lausitz haben eine neue Veranstaltungsreihe in der Kammerbühne aus der Taufe gehoben: die „hermann-Bar“!

Einmal im Monat immer sonntags, ab 18 Uhr, laden die beiden Kultureinrichtungen im Kammerbühnen-Foyer und – wenn es das Wetter wieder erlaubt – auf der Terrasse davor, zu Musik, Tanz, Talk und Kunst ein. Zur sechsten Hermann-Bar sind am 18. März Henning Rabe und Gunnar Leue zu Gast. Beide sind musikinteressiert, fußballbegeistert und lieben es, in Gegenden zu reisen, die bei nicht jedem unternehmungslustigen Menschen auf dem Programm stehen. Wo hin ihre Reisen

Henning Rabe:
Für den aufmerksamen „Hermann“-Leser ist Henning Rabe kein Unbekannter. War er doch beim letzten Filmfestival Cottbus schon das zweite Mal als Gastkritiker für unser Magazin unterwegs. Auch bei den Berliner Filmfestspielen ist er ein ambitionierter Vielgucker und widmete dem Festival sogar ein eigenes, vor kurzem erschienenes, Buch („Panzer am Zoo. Fünf Texte zur Berlinale“). Außerdem erinnern sich hiesige Musikfans bestimmt noch an ihn. In den 90er-Jahren rockte er als skurriler Rock-Entertainer Iron Henning die Cottbuser Konzertclubs vom Gladhouse bis zum Muggefug.Henning_Rabe_TSPV

Wie in Kino und Musik ist Rabe auch bei einem weiteren Steckenpferd, dem Reisen, auf der Suche nach dem Ungewöhnlichen, eher Seltenen. So führten ihn Unternehmungen auch immer wieder in östliche Gefilde; darunter die japanische Nordinsel, Belorussland, das umstrittene Nagorny Karabach, Kasachstan und bereits drei Mal Kirgisistan. Ob mit dem Packpferd oder zu Fuß im Schnee, Rabe gibt immer gern und vergnüglich Anekdoten aus weniger bekannten Landen zum Besten.

Gunnar Leue:
Die ganze Welt spricht über das Land, aber kaum jemand war mal dort. Doch wer sich aufmacht, wird schon durch die Hinweise des deutschen Reiseanbieters auf das eingestimmt, was ihn erwartet: Keine sexuellen Inhalte auf dem Handy, das bei der Einreise kontrolliert wird. Und auf keinen Fall die beim Flug von Peking nach Pjöngjang im Koryo Air-Flieger ausliegende „Pjöngjang Times“ wegwerfen oder knicken! Nur rollen! Wegen der Fotos von Kim Jong-un. 100 Prozent Diktatur-Appeal! Im Land der Kim-Dynastie selbst warten noch andere Seltsamkeiten und Überraschungen, wie man sich als deutscher Fußballtourist auf Groundhoppingreise überzeugen kann: das größte Fußballstadion der Welt mit nur 200 Zuschauern bei einem Ligaspiel, eine Fußballakademie mit sehr speziellen Trainingsformen und ein ehemaliger Bundesligatorschützenkönig, der jetzt die Nordkoreaner weiterbringen will und mit dem man bei deutschem Bier fachsimpeln kann.

Nebenbei gesagt, sieht man überhaupt relativ viel Deutsches in Pjöngjang: deutsche Autos, ehemalige Berliner U-Bahnzüge oder eine Ostberliner Familie in ihrer Marzahner Neubauwohnung auf einem Gemälde in einer Kunstausstellung. Und man sieht morgendliche Gruppengymnastik von Cheerleaderinnen für die Werktätigen sowie eine Girlband, die auf den Flachbildschirmen im Land dauerpräsent ist. Über all das und noch ein paar weitere Erlebnisse berichtet im Gespräch und einem Diavortrag.

Seien Sie gespannt!
Robert Gordon

Info

18. März, 18 Uhr, Kammerbühne des Staatstheaters Cottbus
Henning Rabe und Gunnar Leue
Diashow – Nordkorea: Pjöngjang Is Calling!
Moderator: Sebastian Schiller
Musik: The Walking Tall alias Heiko Portale, Chefredakteur – Hermann
Getränke-Spezialitäten: hermann-Bar-Team + Heimelich
Imbiss: Invictus-Crew
Eintritt: 5 Euro

Bilder: Henning Rabe. Foto TSPV
Gunnar Leue. Foto: priv

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