Eishockey-Länderspiel setzt bewegte Weißwasser-Geschichte fort

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Nach jahrelanger Pause ist es nun wieder so weit: Am 14.April findet im Eisstadion zu Weißwasser erneut ein Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft statt. Der frischgebackene Olympia-Zweite trifft ab 17.45 Uhr im Rahmen der Euro-Hockey Challenge 2018 auf die Slowakei. Diese Partie dient der direkten Vorbereitung des Teams von Bundestrainer Marco Sturm auf die Weltmeisterschaft, die vom 4. bis 20.Mai in Dänemark ausgetragen wird.

Letztmalig war Weißwasser im April 2014 Austragungsort eines offiziellen Länderspiels. Dabei erlebte auch die neue Eisarena, die nach einer Bauphase von 18 Monaten mit dem Vergleich gegen die Berliner Eisbären eröffnet wurde, ihren ersten internationalen Ländervergleich mit der Partie gegen Frankreich.

Selbstverständlich nehmen auch die Länderspiele in der Chronik „Vom Braunsteich in die Eisarena“ einen wichtigen Raum ein. Verfasst hat den Blick in die 85-jährige Geschichte des Eishockeysports von Weißwasser der glühende Füchse-Fan Steffen Lehmann. Ein Jahr lang hat er umfangreiche Recherchen angestellt, hat sich mit Legenden getroffen, um so aus erster Hand zu erfahren, welche Besonderheiten die einzelnen Epochen der wechselvollen Geschichte des Vereins bereithielten.

Maßgeblich unterstützt wurde der Autor von Frank Bahrke und von der Weißwasseraner Eishockey-Legende Klaus Hirche. Der heute 78-jährige frühere Torhüter wurde nicht nur wegen seiner 118 Länderspiele für die DDR und der erkämpften 15 Meistertitel zu einer Legende. Auch dieser Sportart ferne Menschen hatten irgendwann schon einmal vom „Mann mit der schwarzen Maske“ gehört. Den außergewöhnlichen Gesichtsschutz legte sich Hirche zu, nachdem ihm ein Österreicher bei einem Zusammenprall seiner oberen Schneidezähne beraubt hatte. „Irgendwann zuvor hatte ich mal einen kanadischen Torwart gesehen, der auch eine Maske trug. Zwar galt das damals als eher ,unmännlich‘, aber ich hatte mich an diesen Seth Martin erinnert und mir dann auch eine Maske fertigen lassen. Meiner Leistung im Tor war sie nicht hinderlich, so bin ich dabei geblieben“, erinnert sich der vitale Senior, der für die Chronik neben vielen Erlebnissen jede Menge Dokumente einfließen lassen konnte. Für Autor Steffen Lehmann ein großer Segen, konnte er doch somit die 500 Seiten mit allerlei lebhaften oder oft auch amüsanten Geschichten aus der Vorwendezeit dekorieren.

Gefallen an der Schreiberei gefunden hat der Drebkauer, als er gemeinsam mit Michael Greschow eine Chronik über die 70-jährige Geschichte seines Heimatvereins SV Einheit Drebkau zusammenstellte.

Derzeit freut er sich aber über das beachtliche Interesse, das sein Werk über die Geschichte des Weißwasseraner Eishockeysports genießt. So darf man davon ausgehen, dass Mitte des Monats am Rande des kommenden Länderspiels reichlich Exemplare (die Softcover-Ausgabe kostet 19,90 Euro, die Hardcover-Variante ist für 29,90 Euro zu haben) über den Ladentisch des ESW-Fanshops am Stadion gereicht werden.

Georg Zielonkowski
Titelbild: Steffen Lehmann. Foto: GZ

www.lausitzer-fuechse.de

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