Warum Cottbus? Sowohl von Freunden aus seiner Heimatstadt Kiel als auch von den neuen Bekanntschaften in Cottbus hört Heiko Straehler-Pohl immer wieder diese Frage. Mittlerweile lautet die Antwort – Warum nicht? Den anfänglichen Erklärungen weicht die Einsicht, dass ein Umzug nach Cottbus nicht mehr oder weniger Begründungen benötigt, als ein Umzug nach Berlin, München oder Köln.

Aber wenn man es genau betrachtet, lag es schon an seiner Freundin, gebürtige Cottbuserin und Rückkehrerin. Ohne einen Job in der Tasche, das Studium, Masters of Arts in Kunstgeschichte und Medienwissenschaften, in den letzten Zügen, wagte er den Neuanfang. „In den Osten verweht“, freut sich der Anfang Dreißigjährige. Seine erste Station war das FilmFestival Cottbus, bei dem er mit einem Praktikum in der Presseabteilung  ein erfreulicher Start in der neuen Heimat hatte. Während dieser Zeit erhielt er die Möglichkeit – „danke an alle, die geholfen haben“ – bei der Galerie Brandenburg einige Stunden als Galeriemitarbeiter zu absolvieren; mit Erfolg.

Seit einer Weile ist er jetzt für die dortige Kunstsammlung zuständig und freut sich,  der Kunst in den Räumen des Großenhainer Bahnhofs ein ansprechendes Ambiente bieten zu können. „So eine Chance erhält man nur einmal. Und auch dass die weiteren Räume des Gebäudes durch uns mit interessanten  Künstlerinnen/Künstlern belegt werden können, ist für mich und das gesamte Projekt einfach toll“, berichtet Heiko.

Lässt man den positiv gestimmten Norddeutschen seine Arbeit machen, könnte vielleicht auch eines seiner Ziele in Erfüllung gehen: „Ich habe recht schnell den Eindruck gewonnen, dass die Kunst- und Kulturszene in Cottbus aus mehreren Grüppchen besteht, die nur selten an einem Strang ziehen. Dabei denke ich, dass diese Stadt eine gemeinsame kreative Kraft benötigt, um ihr wahres Potenzial zu zeigen.“ Deshalb sollen am Großenhainer Bahnhof in Zukunft nach Möglichkeit Grenzen aufgehoben werden – in mehreren Hinsichten. Mit seiner Kandidatur für die Kommunalwahlen im Mai für die Wählervereinigung Unser Cottbus! zeigt er deutlich, dass Veränderung Aktivität voraussetzt. „Denn man tau!“

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