Ein multimediales Gesamtkunstwerk aus Tanz, Cello-Live-Musik und Rauminstallation

Stellen wir uns das Gefühl von „Einsamkeit“ vor – als einen personifizierten Tischgenossen unseres Lebens, ja einer ganzen Stadt! Ein Wesen, das nicht eher ruht, bis es den letzten Einwohner einer Stadt verschlungen und zu seinesgleichen gemacht hat! Das neue Stück der Kufa-Bürger-Tanzkompagnie unter der Leitung des Choreografen Stephane Le Breton setzt dabei ganz auf die, persönlichen Erfahrungen und Umgang der Tänzer mit dem Thema „Einsamkeit“.
Dabei wechselt das Stück beständig seine Perspektiven. Mal fragt es schwermütig-ernsthaft, mal heiter-ironisch: Wie ist es, plötzlich in einer Stadt allein zu sein? Wie ist es, jemanden allein zu lassen? Welche Wahrheit steckt in der sprachlichen Wendung „gemeinsam einsam“? Ist Einsamkeit einfach plötzlich da? Oder weg? Ist sie schleichender Prozess? Unvorhersehbar eintretende Konsequenz? Kann sie sogar Schutz sein, um zu genesen? Hat sie, die Menschen einander verbindende Elemente? Das Stück treibt seine Fragen zugleich auf die Spitze: Welche Lösungsstrategie kann man gegenüber diesem gefräßig-gierigen Tisch- und Lebensgenossen entwickeln? – und, die Lösungsstrategie ist überraschend einfach. In ihrem siebten Projekt wechselt die Kufa-Bürgertanz-Kompanie das Genre. Statt bewährter dokumentarischer Handlung wird diesmal ein Gedankenspiel gewagt. So entsteht ein Tanztheater-Stück mit grimmig-komischen Szenen, melodramatischen Metaphern und wild-burlesken Bildern. Dabei wird der komplette Veranstaltungsort – das Bürgerzentrum Hoyerswerda – zum Gesamtkunstwerk erklärt.

Eine Stadt Tanzt. Foto: kufa

Eine künstlerisch verfremdete Innenarchitektur, eine Rauminstallation des Dresdner Künstlers Roland Zigan, ein Live-Konzert der australischen Cellistin Lih Qun Wong und  Projektionen auf Video-Segel vom Berliner Videokünstlers Timm Ringewald  ergänzen die multimediale Tanzaufführung.

Die Cellistin Lih Qun Wong wird sowohl Teile der Tanzperformance vertonen, Stücke von Bach und Elgar neu interpretieren, Live auf der Bühne stehen, als auch vor der Aufführung in einer 15minütigen Komposition den Rauminstallationen von Roland Zigan Musik-Leben einhauchen.

pm/rog

 

Premiere: 15. November, 20 Uhr
Vorstellungen: 16. November., 14 / 17 / 20 Uhr und 17.November, 15 / 18 Uhr

Kulturfabrik, Hoyerswerda,
Tickets/ Infos:  www.kufa-hoyerswerda.de

 

 

 

 

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