Rubrik: vorspiel

Vom Projekt Fluchtpunkt des BürgerSprechChores des Staatstheaters Cottbus Der BürgerSprechChor des Staatstheaters Cottbus bereitet, wie wir bereits in unserem Augustheft berichteten, für den 25.6.2020 eine eigene Uraufführung vor. Das Stück soll „Fluchtpunkt” heißen und Erfahrungen der Chormitglieder mit dem Verlieren und Finden von Heimat und Identität, Erlebnisse zwischen Verlassen und Ankommen, Menschlichkeit und Unmenschlichkeit auf Fluchtwegen behandeln. Ein ungeheuer schwieriges und weitgreifendes Unterfangen, dessen Beginn aber schon sehr interessante Facetten ausbreitet. Noch läuft die Interviewrunde, in der die SprechChoristen der Dramaturgin Wiebke Rüter und dem Schauspieler und Regisseur Michael von Bennigsen Erlebnisse schildern und Gedanken zum Thema kundgeben. Das sind…

Teilen.

Die Darstellerinnen und Darsteller des Amateurtheaters „Die Calauer” trauern um ihre Chefin Michaela Kretschmer, die unlängst nach schwerer Krankheit 62-jährig verstorben ist. Sie sehen es als Verdienst der Verstorbenen an, dass das vormalige Arbeitertheater des BKW Cottbus in Lübbenau, 1971 gegründet, die Wendezeit überstanden und auf eigenen Füßen, sich selbst finanzierend, weiterentwickelt hat. Die Berlinerin mit Erfahrungen beim DDR-Fernsehen und in der Deutschen Staatsoper hatte die Calauer Truppe, der sie seit 1972 als Mitspielerin und seit 1979 als Leiterin angehörte, ins Herz geschlossen. Nimmermüde und außerordentlich vielseitig – Regie führend, Kostüme schneidernd, Bühnenbilder entwerfend – brachte sie sich in das…

Teilen.

Interview ohne Fragen mit Mario Holetzeck über „Kabale und Liebe” Jubiläen und Anlässe, darüber zu berichten, häufen sich. Da heißt es, sparsam mit Platz umzugehen. Daraus ist die Idee eines Interviews ohne Fragen entstanden. Mit Mario Holetzeck, der in der Lausitz als langjähriger Schauspieldirektor und ideenreicher Regisseur am Staatstheater Cottbus bekannt ist. Seit 2017 erfolgreich freischaffend, inszeniert er an der Neuen Bühne Senftenberg Schillers „Kabale und Liebe”. Hier seine Antworten auf nicht gestellte Fragen. „Schillers Sturm-und-Drang-Stück erzählt von der absoluten Liebe zwischen Ferdinand und Luise. Boy meets girl: zwei junge Menschen, die nicht nach Herkunft oder Bankauszug fragen, sondern ihren…

Teilen.

Besuch beim Komponisten der Oper „Effi Briest” vor der Uraufführung in Cottbus Am 19. Oktober erlebt im Großen Haus des Staatstheaters Cottbus die Oper „Effi Briest” von Siegfried Matthus nach Theodor Fontanes berühmtem Roman ihre Uraufführung. Gefördert durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung, die Sparkasse Spree-Neiße und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, würdigt diese Produktion von Jakob Peters-Messer (Regie) und Alexander Merzyn (musikalische Leitung) den 200. Geburtstag Fontanes. Der Komponist Siegfried Matthus (85) lebt mit seiner Frau Helga (83), einer Opernsängerin, in wunderbarem Fontaneland, ein Haus in Wandlitz-Stolzenhagen, mitten im Wald und am Ufer eines Sees. Eine…

Teilen.

25 Jahre Chekov – das ist ein Fest wert, nein, gleich mehrere Feste. Das ehrenamtliche Team, das den Laden am Strombad mit Leben füllt, hat über die letzten Monate zu Ehren der Vereinsgründung 1994 immer wieder Highlights im Programm platziert. Nun im September werden diesem Reigen weitere Leckerhappen hinzugefügt. In Frühjahr 1994 wurde der Verein zur Förderung subkultureller Aktivitäten gegründet, bereits im gleichen Jahr wurden die ehemaligen Umkleideräume des Strombads hergerichtet und bezogen. Das erste Konzert fand im Oktober statt: eine legendäre Veranstaltung, die in manchen Kreisen heute immer noch ein Raunen auslöst, bei manchen aber auch ein wissendes Schmunzeln.…

Teilen.

In ihrem 30. Jahr veranstaltet die TheaterNative C den 24. Theatersommer Auf vollen Touren läuft in der Kleinen Komödie in der Petersilienstraße der 24. Theatersommer. Vor wenigen Tagen hatte das Stück „Der Tatortreiniger“, vier Episoden nach der bekannten und beliebten Fernsehserie, Premiere. Regie führt Roland Heitz. Diese wunderbaren Szenen, deren Situationskomik irrwitzige Blüten treibt, stammen aus der Feder von Mizzi Meyer. Nächste Vorstellungen: 1., 2. und 3. September, jeweils 19.30 Uhr. Publikumsrenner ist auch der Schwank „Pension Schöller”. Theaterleiter Gerhard Printschitsch hat eine eigene Fassung geschrieben, führt Regie und „spient vonner Neidenschaft die Hauptronne eines Schauspieners mit ärgernichem und unkigem…

Teilen.

Malte Kreutzfeldt inszeniert „The Black Rider” am Staatstheater Cottbus Malte Kreutzfeldt ist wieder da. Das ist jener Regisseur, der 2017 im Staatstheater, mit einer wunderbaren Sigrun Fischer in der Titelrolle, Brechts „Arturo Ui” vorzüglich inszeniert hat. Einen solchen Thriller, der atemberaubend und überzeugend den Kapitalismus entlarvt, wird man lange in Erinnerung behalten. Nun hat er sich des Schauspielmusicals „The Black Rider” angenommen, einer musikalisch-theatralen Adaption des Freischütz-Opernstoffes durch drei amerikanische Autoren: Starregisseur Robert Wilson, Beat-Generation-Schriftsteller William S. Burroughs und Rock-Pop-Jazz-Folk-Allround-Komponist Tom Waits erzählen die alte Sage auf neue Weise. „Ich versuche immer etwas zu finden, das Zuschauer und Zuhörer reizt,…

Teilen.

BürgerSprechChor bereitet Uraufführung vor / Biografien als Stoff für Theaterstück Genau ein Jahr vor der Premiere (25. Juni 2020) gaben Dramaturgin Wiebke Rüter und Schauspieler Michael von Bennigsen uns einen ersten Einblick in ihr Projekt, mit dem BürgerSprechChor ein eigenes Theaterstück zu entwickeln und aufzuführen. Es soll „Fluchtpunkt” heißen und seinen Stoff aus den Biografien und Erfahrungen der Chormitglieder beziehen. HERMANN wird die Stückentstehung in Jahr lang interessiert und sympathisierend begleiten. Am Anfang hatten die Dramaturgin und der Schauspieler unabhängig voneinander ihre Idee, die, gebündelt, den „Urknall” auslösten. Wiebke und Michael brennen leidenschaftlich für den BürgerSprechChor, der erfolgreich in „1984”…

Teilen.

Theater „Das Letzte Kleinod“ zeigt „Souvenir 1870” in Cottbus und Senftenberg Nur am Dienstag, 13. August, und am Mittwoch, 14. August 2019, jeweils 20.00 Uhr, lädt das Staatstheater Cottbus zum Besuch eines besonderen Theaterprojekts an einen ungewöhnlichen Ort ein. Auf ihrer Reise quer durch Deutschland zeigt die Theatertruppe „Das Letzte Kleinod“ an einem Bahngleis am Merzdorfer Weg 1 ihr Fontane-Projekt „Souvenir 1870“. Für Buch und Regie zeichnet Jens-Erwin Siemssen verantwortlich. Die Künstler spielen im und am „Ozeanblauen Zug”, einem historischen Eisenbahnzug, in dem sich neben der Bühne auch Werkstätten und Unterkünfte befinden. Mit dem Zug fährt „Das letzte Kleinod” z.…

Teilen.

Liudmila Lokaichuk singt Titelpartie in Siegfried Matthus‘ neuer Fontane-Oper Ich sag mal so: Ja, ich habe Effi Briest getroffen. Ist gar nicht möglich, werden da der eine oder andere sagen, ist ja nur eine Romangestalt von Theodor Fontane. Und selbst wenn man deren lebendiges Ur-Bild betrachtet, die Großmutter Elisabeth des genialen DDR-Physikers Manfred von Ardenne, ist sie schon 67 Jahre tot. Obwohl: Die starb 98-jährig. Merke also: Effis kratzen an der Unsterblichkeit. Und ich habe sie doch getroffen und danach den Roman nochmal gelesen. Die Effi, die ich dort antraf, nahm die wunderbaren Züge jener an, der ich in Cottbus…

Teilen.
1 2 3 10