Rubrik: kunststoff

2021 ist ein wichtiges Jahr für Groß Döbbern, ein sehr lebenswertes 500-Seelen-Dorf unweit der Spremberger Talsperre. Wichtig erstens, weil der Ort heuer sein 675-jähriges Jubiläum begeht – oder begehen möchte, soweit die Pandemie das zulässt. Zweitens war am 4. Februar der 150. Todestag des großen Gartenkünstlers Hermann von Pückler-Muskau – und wie wir erfahren werden, ist die Geschichte des Dorfes durchaus eng mit dem Wirken der Familie von Pückler verwoben. Darüber hinaus hat der Verein Altes Pfarrhaus Groß Döbbern im vergangenen September den Nachbarschaftspreis des Landes Brandenburg gewonnen. Damit ist es jetzt möglich, das denkmalgeschützte Pfarrhaus weiter zu restaurieren. Die…

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„WOBRAZE KRAJINY. BILDER EINER LANDSCHAFT. PODOBE POKRAJINE. WOBRAZY KRAJINY“ ist der Titel eines 3-Länder-Kunstprojektes, das Künstlerinnen und Künstler der Bereiche Bildende Kunst, Literatur und Musik sowie Museen, Literatur- und Kulturinstitutionen aus Deutschland, Österreich und Slowenien zusammenführt. Vom 23. April bis zum 7. Juli 2021 laden das Wendische Museum Cottbus und die Galerie Brandenburg zu Ausstellungen, Lesungen und Konzerten ein, die sich den Themen „Landschaft“ und „Übergang“ widmen. Dabei wird „Landschaft“ nicht allein als naturräumliche Eigenschaft eines Landes oder einer Region verstanden, sondern auch als soziale und kulturelle Konstruktion. Landschaften sind Teil des kollektiven Gedächtnisses. In Landschaften wurzeln nationale sowie kulturelle…

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Hermann macht einen Ausflug (nahezu) ans Ende der Welt, um eine der bedeutendsten Glaskünstlerinnen Deutschlands kennenzulernen. Die Rede ist von Angela Willeke. Sie lebt und arbeitet auf einem idyllischen Anwesen in Werenzhain (Elbe-Elster). 2000 eröffnete sie hier, an der alten Ziegelei, ihr KUNST.HAUS am See – mit Atelier und eigener Galerie. Ihre künstlerische Handschrift prägt viele öffentliche Gebäude. Auch in Cottbus hat sie vielfältige Spuren hinterlassen, wie beispielsweise die 4,20 Meter hohe Stele „Metamorphose“, die sie 2004 für Vattenfall konzipierte. Und schon 1995 gewann sie hier mit ihrem ‚Multimedialen Glas-Klang-Objekt“ den ersten Preis der Bundesgartenschau. Wer heute die Galerie betritt,…

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25.04. – 25.7.2021 (unter Vorbehalt) Gerade noch werden die feinen Farbstiftzeichnungen vor dem Lichteinfall der weiter aufkeimenden Jahressonne geschützt, doch bald schon sollen die Zeichnungen im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst dem Publikum zugänglich sein. Graphic Novel – künstlerisches Bild-Text-Medium Es ist ein zweifelnder, tastender Ton, den die Zeichnerin Nino Paula Bulling im Comic „Lichtpause“ anschlägt. Er ist während zweier Aufenthalte im Kunstraum „Les Ateliers Sauvages“ in Algier zwischen September 2016 und April 2017 entstanden. Dessen 36 Farbstiftzeichnungen werden nach Wiedereröffnung erstmals in Gänze im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK) in Cottbus ausgestellt. Bereits 2019 war die Arbeit von…

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Die aquamediale ist ein Highlight im Kulturkalender der Region. Sommer für Sommer lockt das Kunstfestival rund 100 000 Kulturbegeisterte in den Spreewald. Denn an den Veranstaltungsorten verzaubern dann die Werke internationaler Künstler_innen die offene Landschaft, deuten, kommentieren und formen sie neu. Ein beeindruckendes Erlebnis! Viele der Arbeiten sind vom Wasser aus zu sehen, von der Spree, den Fließen, den Seen. Zum Programm des Festivals gehören außerdem Filmvorführungen, Live-Performances und Symposien. Bisher fand die aquamediale immer an mehreren Orten statt – in diesem Jahr konzentriert sie sich erstmals auf eine einzige Ortschaft: die malerische Spreewaldgemeinde Schlepzig (LDS). Künstlerhaus Eisenhammer Die aquamediale…

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Jahr für Jahr begeistert die KulturFabrik in Hoyerswerda mit ihrem vielfältigen und innovativen Programm. Manche ihrer Veranstaltungen sind weit über die Region hinaus bekannt – wie etwa das Liederfest Hoyschrecke und das internationale Straßentheaterspektakel Braugassen-Theater. Doch die Corona-Krise macht leider keinen Bogen um Hoyerswerda, und so wurde auch hier der Kulturbetrieb in den Winterschlaf versetzt. Was bedeutet das für die KuFa? „Die Unberechenbarkeit der aktuellen Situation macht es schwer, überhaupt etwas zu planen“, konstatiert Geschäftsführer Uwe Proksch. Dennoch plane man natürlich – Lesungen, Konzerte, Ausstellungen, Tanz… und mit etwas Glück könnte auch in diesem Jahr wieder der Kultursommer stattfinden. „Der…

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Man sollte meinen, die besten Porträts entstünden zu Lebzeiten des Porträtierten. Doch als das treffendste Pückler-Bild aller Zeiten entstand, hütete der grüne Fürst schon seit rund 150 Jahren seine Pyramide. Die Rede ist natürlich von „Pückler im Park“, einem Meisterwerk des Cottbuser Malers Günther Rechn. Dieses Bild zeigt den Fürsten mit Fez auf dem Kopf, er schreitet auf hohen Stelzen; im Hintergrund ragt seine Grabpyramide auf, die er vielleicht hinter sich gelassen hat. Es scheint etwas von der Essenz des Lebemannes und Abenteurers zu erfassen. Und in seiner Prägnanz ist es typisch für die Arbeiten von Rechn. Doch wer ist…

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Das diesjährige Motto der Urban Art Cottbus #uatwix steht für die Zusammengehörigkeit von scheinbar Getrenntem. Die KünstlerInnen waren dazu aufgerufen, zwei Werke einzureichen, die in ihren Augen zusammengehören. Die Ausstellung selbst besteht seit einigen Jahren aus zwei Komponenten: Die erste bringt die Kunst zurück auf die Straße. Ohne Genehmigung werden Werke temporär im öffentlichen Raum erstellt und ausgestellt. Coronabedingt wurde sich in diesem Jahr für Berlin entschieden. Der zweite Teil bringt die Werke jedes Jahr zurück nach Cottbus. Leerstehende Gebäude werden zu Ausstellungsräumen umfunktioniert und dem Motto sowie der Kunst entsprechend inszeniert. In diesem Jahr war es die Alte Segeltuchfabrik…

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Seit Jahren ist die Wissenschaft auf der Suche nach dem ultimativen Schwarz, einer Farbe, die nicht nur alles auftreffende Licht schluckt, sondern beim Betrachter tiefgehende Assoziationen auslöst, Ängste und Sehnsüchte hervorholt oder einfach durch seine unbeschreibliche Tiefe fasziniert. Auf einem Vierseithof inmitten der Calauer Schweiz entstehen in tagelanger akribischer Arbeit Gefäße, Teller und Schalen in Schwarzbrand-Keramik, deren seidenmatter Glanz und akkurat ornamentierte Oberflächen ihresgleichen suchen. Der Keramiker André von Martens lernte bei Hedwig Bollhagen, gründete vor 30 Jahren schon seine eigene Werkstatt und perfektionierte fortan stetig Technik und Formgebung zur Meisterschaft. Seine Keramikobjekte erinnern an archaische Vorbilder aus altägyptischen, etruskischen…

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Das 30. FilmFestival Cottbus ist Geschichte, die Preisträger sind gekürt. HERMANN-kunststoff macht sich auf, um Beate Bolender, die Schöpferin der Preisfigur „Lubina“ kennenzulernen. Wir besuchen die Künstlerin in Kasel-Golzig. An einer Holzwand hängen gläserne Gesichter, großäugig und körperlos scheinen sie uns nachzusehen, als wir den verwunschenen Garten betreten. Farbige Figurinen leuchten in der Wintersonne. Im lichtdurchfluteten Atelier erwartet uns Frau Bolender. Wie sind Sie zur Glaskunst gekommen? Bolender: Nach meinem Studium an der Pädagogischen Hochschule und der Kunsthochschule in Dresden habe ich erstmal als Kunstlehrerin am Gymnasium gearbeitet. Das ging einige Jahre gut, doch dann reichte es mir. Das Problem:…

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