Rubrik: kunststoff

Fürst Pückler war nicht nur Landschaftsgärtner, er war der Dandy unter den Dandies, Casanova, Demokrat, Globetrotter, Schriftsteller und obgleich auch ein Melancholikus, war er auch ein Lebemann vor dem Herrn. Bisher konnte man im Branitzer Schloss vor allem die historischen Räumlichkeiten besichtigen. Sei es das Musikzimmer mit dem Mahagoni-Flügel, auf dem schon Mendelsohn Bartholdy oder Clara Schumann gespielt haben, die eindrucksvolle Bibliothek, die noch mit den originalen Büchern bestückt ist, oder die reich gedeckte Tafel im Speisezimmer. Daneben gab und gibt es noch zahlreiche Kunstwerke der Ahnengalerie zu bestaunen und vor dem Schloss natürlich den beeindruckenden, von Pückler angelegten, Park.…

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Rollomalerei, Künstlerbücher, Künstlerplakate aus der Sammlung des BLMK Die Ausstellung untersucht, von den eigenen Sammlungsbeständen ausgehend, die vielschichtigen Aspekte jener seit Ende der 1970er-Jahre, oftmals quer zu den kulturellen Maßgaben in der DDR entstandenen Werke. Mit über 180 Werken präsentiert die Schau ein erstaunliches Panorama ostdeutscher Positionen und verdeutlicht, wie die drei künstlerischen Medien zusammenhingen und sich gegenseitig befruchteten. Ein Schwergewicht dabei bilden die im Bestand befindlichen Faltpapierrollos von bekannten Künstlerinnen und Kümstlern wie Micha Brendel, E.R.N.A., Günther Hornig, Dieter Ladewig, Max Uhlig, Gudrun Trendafilov oder Claus Weidensdorfer, welche größtenteils in den 1980er-Jahren geschaffen wurden. In der „Mangelrepublik“ DDR blühte…

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Der Zirkus hatte für mich schon immer etwas seltsam Anmutendes. Innerhalb kürzester Zeit ploppt aus dem Nichts ein riesiges Zelt auf und Menschenmassen strömten herbei, um sich bespaßen zu lassen. Clowns, Tiere, Artisten und Feuerspucker springen in die winzige Manage und zack, so schnell wie das riesige Zelt emporgeschossen ist, so schnell ist es auch wieder fort. Zirkus ist mehr als reine Bespaßung und das Zirkusleben sicherlich nicht so romantisch, wie, sich der eine oder andere vielleicht vorstellt. Hinter den Shows steckt Leistungsdruck, ständiges Unterwegsein, ständiges Üben und wenig feste Freundschaften. In den Wintermonaten ist es meist schwer, genug Geld…

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Zu Gast bei Kraußer und Kraußer Wir sind in Teichland. Es ist Tag des offenen Ateliers. Wir stehen vor einer Backsteinwand, davor ein buntes Fahrrad und darüber ein ebenso bunter Rahmen mit der Aufschrift: Bilderstall. Im Hintergrund wiehert ein Pferd. Wir betreten das Haus und direkt davor steht ein Tisch, mit Kaffee, Tee und leckerem Gebäck. Dazu noch Weintrauben. An dem Tisch sitzen zwei Damen die uns freundlich grüßen und dann wieder ganz ins Gespräch verwickelt sind. Links neben dem Tisch geht es los: Überall hängen Bilder. Landschaftsmalereien, Stillleben, aber auch abstrakte Kunst. Außerdem Bilder von Blumen. Herr Kraußer erzählt,…

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Neben Wieland Förster und Werner Stötzer gehört Friedrich B. Henkel (geb. 1936 in Zella/Rhön) schon lange zu den namhaften Bildhauern Ostdeutschlands. Er studierte an der Fachschule für angewandte Kunst Leipzig sowie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Mit rund 100 Arbeiten vereint die Ausstellung im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst (BlmK) wichtige Werke insbesondere ab den 1980er-Jahren und gibt so einen wesentlichen Überblick über sein künstlerisches Werk. Henkels Schaffen erstreckt sich weit über sechs Jahrzehnte und umfasst sowohl plastische Arbeiten als auch Druckgrafik, Zeichnungen und Collagen. Sein zentraler Motivschatz ist die Landschaft – genauer gesagt: Die „Landschaftsfigur“, wie sie der Künstler selbst…

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Greta Thunberg, Fridays for Future. Zahlreiche Schüler*Innen und Student*Innen versammeln sich im Kampf gegen den Klimawandel. Nachhaltigkeit ist wieder ganz im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Nachhaltigkeit ist jedoch nichts, was einfach so passiert. Proteste und Aufrufe allein reichen nicht, um Veränderung herbeizuführen, jede*r Einzelne muss einen Beitrag leisten und aktiv handeln. Mit der Ausstellungsreihe „Partizipation“ widmet sich die BASF Schwarzheide GmbH eben diesem Thema. Der erste Teil der Trilogie wird mit einer Werkschau von Martin Kaltwasser, dem Gewinner des Wettbewerbs „Kunst für den Seecampus“, eingeleitet. Bei diesem Projekt soll mit Hilfe zahlreicher Schüler und Schülerinnen, von Lehrkräften aber auch Interessierten, das…

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Als Kind habe ich einen Auszug des Films „Friedhof der Kuscheltiere“ gesehen. Dieser und der Filmtitel ließen mich zu dem Schluss kommen, dass mir meine etwa 350 Lieblinge nach dem Leben trachten und so verscharrte ich diese im Keller. In Mülltüten. Hinter verschlossenen Türen. Seit diesem Tag waren mir Kuscheltiere ein Gräuel. Martin Schüler widmet sich diesen possierlichen Stoffwesen in seiner Kunst. Kuschel = Therapie nennt er es. Das schien mir ein Zeichen zu sein. Seinen Ängsten muss man sich schließlich stellen. In der Wohnung angekommen, begrüßte mich der gebürtige Kalauer, oder auch „Witz auf zwei Beinen“, wie er sich…

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Anlässlich des 75. Geburtstages der Lausitzer Größe, richten die Sparkasse Spree Neiße und die Stiftung des Fürst-Pückler-Museums,eine Ausstellung zu Ehren des Künstlers aus.  Doch wer ist eigentlich Günther Rechn? „Das ist doch der mit den Tierzeichnungen?“, so dachte ich. Ich hatte mich nicht weiter mit ihm befasst,wie ich jetzt zu meiner Schande gestehen muss. Denn je mehr ich über ihnherausfinde, desto größer wird die Bewunderung für seine Person und seineWerke. Einen großen Beitrag hierzu hat Herbert Schirmer geleistet, der sichfreundlicherweise die Zeit für ein Interview nahm, und mir ein Bild von diesem tiefgründigen und begabten Mann gezeichnet hat. An einem…

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Die Künstlerin Hellen Nabukenya wurde1983 in der Stadt Jinja in Uganda geboren und lebt und arbeitet zur Zeit in der Hauptstadt Kampala. Nach ihrem Studium an der Kyambogo University in Kampala welche sie 2007 in der Fachrichtung Textildekoration und Styling abschloss, beteiligte sich Hellen Nabukenya an der Gründung des Art Punch Studios. Ein Atelier und Ausstellungsraum in Kampala dessen spannende Facebook-Seite sehr zu empfehlen ist. Ihre Arbeiten wurden bisher in Dänemark, Frankreich, Südafrika und Uganda ausgestellt und offenbaren einen großen textilen Grund, bunt oszillierend, mal folkloristisch durchmustert in seinen Details. An einigen Stellen akzentuieren einfarbige Strudel die Fläche. Unterstützt wird…

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Guben im 19. Jahrhundert. Die Karriere des Hutmachers Carl Gottlob Wilke begann zunächst vielversprechend. Mit der Herstellung von Bürstel- und Zylinderhüten erwirtschaftete sich der gebürtige Forster ein respektables Einkommen. Er heiratete die Tochter des Kürschners und Wollhänderls, Caroline Hiersemann und sein erster Lendenspross erblickte das Licht der Welt. Doch es folgten düstere Zeiten. Denn nicht nur er, sondern auch die Hutwelt brachte neue Generationen hervor. Der Seidenhut gewann an Beliebtheit und stahl Bürstelhut & Co die Show. Doch das sollte es nicht gewesen sein. Die ordinäre Mütze zeigte sich ebenfalls als starker Konkurrent und Wilke war nicht geneigt, solch kümmerliches…

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