Rubrik: Themen

Trotz Ausfällen treiben etliche Musikblüten anno 2020 in der Oberlausitz erstaunlich aus Wir gehen in die letzten Sommerwochen – und die obere Lausitz bebt just am ersten Septemberwochenende noch einmal enorm: Das fünfte Los Pampos lockt nach Zschorna bei Hochkirch (lange ausverkauft) – und das 27. Folklorum tobt zum feierlichen Umzug bis Sonntag im östlichen deutschen Zipfel und es gibt noch Karten! Beide Ereignisse waren vor einem Monat noch nicht klar – und fetzen nun umso mehr. Doch der Reihe nach! Vor einem Jahr hieß es hier: die Pampa lebt! Und das gilt – bezogen auf die Oberlausitzer Festivilitis –…

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Engerling, den Namen kennt natürlich jeder, der nicht mehr ganz jung ist und sich für Bluesmusik interessiert. Engerling und „Mama Wilson“, das gehört für die diesbezüglichen Auskenner ebenso zusammen. Der Song aus dem Jahr 1977 – ein fiktives Gespräch mit der Mom des 1970 ums Leben gekommenen Bluesrockers Alan Wilson – ist der große Hit der Berliner Band. Gerade jüngst wurde er auf Radio eins von einer Jury aus Musikbescheidwissern auf Platz 48 der besten 100 Bluesstücke gewählt. Klar, dass der Titel auf keinem Konzert von Engerling auf der Set-List fehlt. Damit ist für manche Fans vielleicht der Lieblingssong aus…

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Andreas Kümmert hat eine bewegte Karriere und jetzt seine Zufriedenheit gefunden Sage noch einer die Kneipenszene sei musikalisch ein minderwertiges Terrain. Dann hat man noch nie Andreas Kümmert gehört. Nicht dass der aus Südwestdeutschland stammende Musiker ein Kneipenmucker wäre, aber er hat in der Irish-Pub- und Kneipenszene seine Bühnenreife erworben und nach eigenem Bekunden anfangs dort jedes Jahr um die 170 Shows gespielt. Das schult die Live-Fertigkeiten, ist aber auch die hohe Schule des Basisentertainments. „Immer wieder vor einem Haufen besoffener Menschen zu spielen, die gar nicht darauf achten, was man macht, war echt anstrengend“, hat der heute 34-Jährige mal…

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Wieso soll ich mich verschließen, wenn die Stadt mich findet! Ob im Hemd mit dem Cottbusverkehr Zeichen am Kragen oder in der Uniform der Parkeisenbahn, Rico Metschke macht immer eine gute Figur und dazu auch immer noch eine gute Arbeit. Dem 34-Jährigen steckt irgendwie das „Bahnerblut“ in den Adern. Begonnen hat das Ganze schon in der Schulzeit. Als die anderen von Eisenbahnen träumten, ging Rico zur Parkeisenbahn, um dort aktiv zu werden. Der Parkeisenbahn ist er bis heute treu geblieben. Nach der Schulzeit zog es den jungen Mann zum Freiwilligendienst nach Ungarn. Diese Zeit bezeichnet er selbst als spannend und…

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Nils Stäfe singt im 1.Philharmonischen Konzert Gustav Mahlers Liederzyklus Nein, als fahrenden Gesellen sehe er sich nicht, antwortet Nils Stäfe auf eine entsprechende Frage, auch wenn er, der Bariton aus dem Staatstheater Cottbus, demnächst im 1. Philharmonischen Konzert der neuen Spielzeit die „Lieder eines fahrenden Gesellen” von Gustav Mahler im Arrangement von Arnold Schönberg interpretieren wird. In Saalfeld geboren, sei Thüringen seine Heimat. Seit 2017 im Staatstheater Cottbus fest engagiert, räumt er ein, auch Cottbus hat für ihn jetzt Heimatliches. Ihn quäle nicht das Bedürfnis, seinen Wohnort oft zu wechseln. Er sei gern sesshaft. Wie die Handwerksburschen seit dem 12.…

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Jurij Kochs Erzählung „Hana” erzählt von der Liebe in grausamer Zeit Bücher, die auf sich halten, haben ihre Geschichte. Auch wenn sie geschrieben sind, geht ihr Werden weiter. So auch Jurij Kochs neues Buch „Hana. Eine jüdisch-sorbische Erzählung”. Der Stoff um die Sorbin Hana (1918 – 1943), die ihre Wurzeln in einer Dresdner jüdischen Familie hatte und – aus welchen Gründen immer – von einer sorbischen Familie adoptiert und katholisch getauft worden ist, hat ihn bereits als Student beschäftigt und während seiner schriftstellerischen Anfänge zu einer – nur sorbisch veröffentlichten – Erzählung (1963) inspiriert. Sie ist, als wahre Begebenheit, zu…

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Die erste Boulderhalle der Lausitz In der Parzellenstraße 10 in Cottbus wird emsig gehämmert, gepinselt und geschraubt: Hier, im früheren „Space“, entsteht jetzt der „Klunker“, die erste Boulderhalle der Lausitz. Schon ab Oktober kann man hier auf verschiedenen Parcours bouldern, ergo: klettern ohne Seil und Klettergurt. Der Hermann sprach mit „Klunker“-Geschäftsführerin Laura Klein. Der Name ist ja sehr markant. Was steckt dahinter? „Wir brüteten ganz lange darüber, wie wir die Halle denn nennen könnten. Viele Namen schwirrten durch den Raum, doch keiner verfing. Dann kam uns die Idee: Klunker, das ist charmant und hat einen direkten Bezug zum Bouldern. „Boulder“…

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– KünstlerInnen lassen tief blicken Am 5. und 6. September bieten über 20 KünstlerInnen exklusive Einblicke in künstlerische Entstehungsprozesse, ihren Arbeitsbereich und freuen sich auf regen Austausch. Natürlich darf auch das ein oder andere Kunstwerk den Besitzer wechseln. In diesem Jahr wären die Tage des offenen Ateliers beinahe ausgefallen. Das diese dennoch stattfinden, ist dem privaten Engagement des Peitzer Landmalers Hans Müller zu verdanken. Dieser trommelte in den letzten Wochen zahlreiche KünstlerInnen zusammen und erhielt dabei Unterstützung von der Cottbuser Galerie Brandenburg. Auch wenn dieses Jahr auf Covid-19 bedingte Hygienebestimmungen geachtet werden muss, wird dieser für jeden individuell erfahrbare Tag…

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Seinen Bekanntheitsgrad verdankt Henry Frenzel seinem Hobby. Hatte sich doch der aus dem Kolkwitzer Ortsteil Zahsow stammende Diskotheker (bis 2016 als „DJ Birne“ unterwegs) dem deutschen Blödelbarden Otto Waalkes verschrieben und den Emdener täuschend echt imitiert. Von 2005 bis 2018 trat er als “alias Otto” bei ungezählten Familienfeiern auf, aber auch Volksfest-Veranstalter buchten den heute 31-jährigen allzu gern. So durfte er 2016 nicht nur zu den Rosengartenfesttagen in Forst neben Mary Roos und Ross Antony auf der Bühne stehen. Immerhin drei Mal wurde er für die rbb-Fernsehproduktion „Heut’ steppt der Adler“ engagiert. Besonders groß war die Freude des Imitators, als…

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Seit 75 Jahren kümmert sich Familie Klaus mit Expertise und Herzblut um die Schuhe der Cottbuser. Heute leitet Günter Klaus die Schuhmacherwerkstatt – und blickt selbst auf ein langes Berufsleben zurück. „Mein Vater hat den Betrieb in der Berliner Straße gleich 1945 aufgebaut. Ich war schon als kleiner Junge immer in der Werkstatt.“ Damit stand sein Berufswunsch fest. 1963 begann er seine Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher. „In der DDR war die Ausbildung so strukturiert, dass man zunächst den Schuhmacherbrief machte. Erst dann durfte man den Orthopädiemeisterbrief machen. Aber es war schwierig, da Fuß zu fassen. 1968, nach meiner Armeezeit, arbeitete ich…

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