Rubrik: katzensprünge in der lausitz

Ein Besuch im Museum Schloss und Festung Senftenberg Hilfe! Es ist kalt, es ist nass und die Kinder müssen mal raus! Nicht schon wieder Schwimmbad oder Indoor-Spielplatz… Was tun? Zu Hülf, zu Hülf! Wie wäre es – sagt die gescheite Hirnhälfte – mit einem Besuch im Museum? WAAAAS? Museum??? – kreischt die logische Hemisphäre – das ist für Kinder doch langweilig! „NEIN!“ sagt plötzlich Super-Hermann, „Tataaaaa!!!“ Großer Auftritt aus der Besenkammer, offene Münder am Familienküchentisch „Fahren Sie nach Senftenberg…“ Es wäre dramaturgisch klasse, wenn das Kind bei „Senftenberg“ eine Ketchup-Flasche in der Hand hält und ungläubig darauf guckt. „…und besuchen…

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Neues Stück von Daniel Ratthei um brennende Fragen der Zeit Daniel Ratthei, in Cottbus gebürtig und im Piccolo Theater als Regisseur und Schauspieler tätig, zugleich erfolgreicher Autor von Theaterstücken (u.a. „Werther in Love”, „Kiwi on the Rocks”, „Boys don’t cry”) und bundesweit gefragt (zuletzt Nürnberg, Celle, Ulm, Bruchsal, Pforzheim), hat sich eines brennend aktuellen Stoffes angenommen. Das Stück heißt „Greta”. Der Titel allein umreißt alles, was darin zur Sprache kommt. hermann war bei einer Probe dabei – gewissermaßen Kollegenbesuch; denn Daniel Ratthei ist nebenbei ein geschätzter und gewiefter hermann-Autor. :Ein Quadrat von Stegen, das zu einem Rednerpult führt und ein…

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Stadtrundgang in Luckau Es war Sonntag, als der Autor sein Pferd sattelte (alter Ford Fiesta dunkelblau) und in den Norden der Niederlausitz ritt, um sich zu bilden. Luckau gehörte im 15. Jahrhundert zu den Hauptstädten der Niederlausitz. Man beachte den Plural, aber Łukow war anno dazumal eine große Nummer! Heute ist Luckau immerhin eine der flächengrößten Gemeinden Deutschlands, die Stadt selbst allerdings überschaubar. Der Hingucker ist die historische Altstadt, mit Stadtmauer, mit kleinen Gassen, mit stolzen Bürgerhäusern auf dem Marktplatz, einer alten Kirche und einem umsäumenden Stadtgraben. Es ist möglich, auf dem Graben zu paddeln. Unter 13 Brücken hindurch, einmal…

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Ein Besuch am Gräbendorfer See Es ist Sonntagnachmittag, die Sonne scheint und der See ruft. Mein klappriges Damenrad wird noch einmal aufgepumpt und los geht es. Das Lausitzer Seenland hat viele Badeseen zu bieten und es werden noch einige hinzukommen. Ein echter Geheimtipp aber ist der Gräbendorfer See, welcher grob beschrieben zwischen Drebkau und Vetschau liegt. Auch dieses Gewässer ist eine Blüte der Rekultivierung der Bergbaufolgelandschaft. 2007 fand die letzte Flutung des Restlochs vom Tagebau Gräbendorf statt und war damit der erste vollständig geplant geflutete Braunkohletagebau-See in Brandenburg. Es ist kein Zufall, dass ich mir für den heutigen Katzensprung jenen…

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Tagestrip nach Herzberg Diese Rubrik sollte heuer „Katzensprünge aus der Lausitz“ heißen, denn mit meinem Besuch in Herzberg im Landkreis Elbe-Elster habe ich Niederlausitzer Boden verlassen. Zwar gibt es selbst unter Experten Uneinigkeiten, wo denn genau die Lausitz im westlichen Elbe-Elster-Kreis endet, aber Herzberg gehört nicht mehr dazu. Die Stadt befindet sich im Dreiländereck von Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Nur 60 km liegt Lutherstadt Wittenberg entfernt. Herzberg ist eine von elf Städten, die im Luther-Pass aufgenommen wurde, ein Wegeführer zur Reformation. Zu Recht, denn der Meister himself war nachweislich in Herzberg. Dessen Kompagnon Philipp Melanchthon verfasste 1538 eine Schulordnung für…

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Ausflug zur Steinitzer Treppe Gewöhnlich steht man sonntags vor der Frage: Was machen wir denn heute? Hat jemand eine Idee? Nichts Großes, nichts Tagfüllendes soll es sein, aber eine nette Landestelle gibt dem Tag Struktur. Bei solchen Überlegungen am Frühstückstisch kann ein Familienmitglied unerwartet punkten, wenn es den Satz äußert: „Fahren wir doch zur Steinitzer Treppe!“ Eingetütet und gebongt. Steinitz selbst ist ein typisches Niederlausitzer Dorf, das wie viele mit ähnlichen Geschichten aufwartet: Mit sorbischer Kultur, mit LPG-Vita, mit Eingemeindung und mit der Bedrohung vor der allesfressenden Braunkohleförderung. Der Ort liegt eingebettet in den sogenannten Steinitzer Alpen – ja Alpen…

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Besuch beim Japanischen Teehäuschen Der Japanische Pavillon erhält dieser Tage besondere Aufmerksamkeit und auch dieser Artikel möchte dazu beitragen, das Cottbuser Kleinod ins Bewusstsein zu rücken. Schließlich haben wir im Herzen der City ein Denkmal, das eigentlich Vorzeigeobjekt bei jeder Stadtführung sein sollte. Es ist ja nicht so, als würde Cottbus vor Sehenswürdigkeiten überquellen. Dass der wunderschöne Standort für alle zugänglich ist und zum Verweilen einlädt, ist eben so eine Sache. Sauf- und Drogenpartys, Schlägereien, Vandalismus und Schmierereien begleiten das Teehäuschen seit Jahren. Ich treffe mich mit dem Anwohner Holger Kretzschmar. Einige Tage zuvor erhielt der Pavillon eine Denkmalplakette. Der…

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