Rubrik: FilmFestival Cottbus

Vom Spreewald über das Lausitzer Seenland bis ins Zittauer Gebirge – die Lausitz besticht nicht nur durch ihre abwechslungsreiche Landschaft, sondern auch durch ihren kulturellen Reichtum. Mit seiner diesjährigen Ausgabe erhält der lokale Kurzfilmwettbewerb einen neuen Namen: Die Lausitzer FilmSchau folgt auf die Cottbuser FilmSchau. Bewusst ergänzt ist der neue Name um das Nieder- und Obersorbische Łužyska filmowa pśeglědka und Łužiska filmowa přehladka. Die Lausitzer FilmSchau bildet weiterhin den Auftakt für die Festivalwoche des FilmFestival Cottbus. Sie steigt am 4. November im Filmtheater Weltspiegel Cottbus. „Mit der deutsch-niedersorbisch-obersorbischen Benennung tragen wir dem wachsenden engagierten Filmschaffen in der gesamten Lausitz Rechnung…

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In Vorfreude auf die Festivalwoche präsentiert das FFC im Oktober bereits folgende Filme und Veranstaltungen: in Kooperation mit dem Filmtheater Weltspiegel Cottbus am Do, 3.10. DEUTSCHSTUNDE Deutschland, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Jugendliche Siggi Jepsen muss einen Aufsatz zum Thema „Die Freuden der Pflicht“ schreiben. Doch das Blatt bleibt leer. Als er die Aufgabe nachholen muss, diesmal zur Strafe in einer Zelle, schreibt er wie besessen seine Erinnerungen auf. Erinnerungen an seinen Vater Jens Ole Jepsen, der das Malverbot seines Jugendfreundes Max Ludwig Nansen überwacht. Siggi steht zwischen ihnen und zwischen Anpassung und Widerstand. am Mi, 9.10. Fritzi -…

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Jung, kraftvoll, kreativ – das 29. FilmFestival Cottbus zeigt aufstrebendes osteuropäisches Kino Die Tür steht für einen Moment einen Spalt offen – und Jimi nutzt seine Gelegenheit. So schnell ihn seine kurzen Beine tragen, läuft er davon und überwindet die innerzypriotische Grenze, die Griechenland und die Türkei trennt. Seinem Herrchen, dem erfolglosen Musiker Yiannis, gespielt von „Soul Kitchen“-Star Adam Bousdoukos, bereitet das niedliche Hündchen damit ein weiteres Problem. Denn: Ein EU-Gesetz verbietet Tieren strikt, von der türkischen auf die griechische Seite der Grenze einzureisen… Dabei will Yiannis nur weg aus Nikosia, aber eben nicht ohne Jimi. Diese Szene aus SMUGGLING…

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Cottbus, 11. November „AYKA“ gewinnt Hauptpreis für den Besten Film beim 28. FilmFestival Cottbus Am Abend des 10. November wurden bei der Preisverleihung im FESTIVALZentrum Stadthalle die Gewinner des 28. FilmFestival Cottbus gekürt. Der Hauptpreis für den Besten Film im Wettbewerb Spielfilm geht an den russischen Film AYKA von Sergey Dvortsevoy. Über den Spezialpreis für die beste Regie freut sich Ivan I. Tverdovskiy mit PODBROSY | JUMPMAN. Martina Apostolova aus Bulgarien erhält den Preis als herausragende Darstellerin für ihre Rolle im Drama IRINA. Der estnische Schauspieler Reimo Sagor überzeugte die Jury in VÕTA VÕI JÄTA | TAKE IT OR LEAVE…

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10. 11. 18 Das Filmprogramm „Georgian Fresh Shorts“ in der Kammerbühne ist ausverkauft. Und trotz aller Stühle, die noch in den Saal gestellt werden, werden einige nach Hause geschickt. Von den vier kürzeren Filmen möchte ich, wie immer, nur auf die allerbesten eingehen. „Dinola“ von Mariam Chatschwani: Swanetien im letzten Jahrhundert. Dinolas Vater stirbt. Die noch trauernde Witwe wird, gedeckt von swanetischem Recht, von einem anderen Mann aus der Bergregion gefordert. Geht sie nicht mit ihm, wird es Blut geben. Sie muss ihm folgen und ihr Kind Dinola, so der uralte Brauch, den Großeltern überlassen. Der Film ist der Großmutter…

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11. November Ein Film über den Alltag eines Menschen … „Ein Tag“ … wozu? Das Wort „beeindruckend“ beschreibt in seiner ursprünglichsten Form den Erfahrungsgehalt dieses Filmes besser als jedes andere. Der Alltag eines Menschen, der alles gibt und doch sich selbst und anderen nicht genügt. Anna leidet unter dieser angespannten familiären Situation, die sie sich doch aber einst, was der Zuschauer zumindest ahnt, bereitwillig aussuchte. Doch jeder Tag zieht vorüber, ohne ihn für sich, seine Freuden, seine Interessen zu nutzen, ohne ihr auch nur die Zeit zu lassen darüber nachzudenken. Diese Figur wird so weit ausgeformt, dass sich diese alle…

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Freitag, 9. November, nach dem 10 Uhr Film „Die Delegation“ Gestern Abend waren wir „Hermann-Kritiker“ bei Knut Elstermann (Radio 1) ich glaube, wir haben uns ganz gut geschlagen. Zumindest habe ich dazu ein sehr gutes Gefühl. Der letzte Film gestern Abend „I do not care if we go down in history as barbarians” war mit 139 Minuten recht lang. Ich fand ihn mindestens empfehlenswert. Ich habe heute allerdings auch andere Meinungen gehört. Ich glaube, ich habe heute Morgen einen Preisträger gesehen, zumindest wenn ich Jury wär. „Die Delegation“ hatte eine herausragende Geschichte, authentische Schauspieler, eine tolle Kameraführung und schöne Bilder.…

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9. November Der Tag begann mit der „Delegation“. Polit-Farce ist das Genre, mit dem dieser Film überschrieben ist. In der Tat sitzt schon allein dem wichtigsten Protagonisten der Schalk so tief im Nacken, dass etwas zu sagen für den Charakter nicht nötig gewesen wäre. Jeder Blick von ihm sagte alles. Er, der Professor, ließ nur durch seine Augen und vollkommen ungewollt jeden seine geistige Größe spüren, seine Kommentare sind wohlgewählt und prall an entblößender Ironie und Wachsamkeit, der Zuschauer merkt spätestens nach diesem Film, welche Stärke und Kraft politische Gefangene haben und entfalten können. Ein Film ohne Abstriche. Im Anschluss…

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8. November Crystal Swan In Weißrussland, wenige Jahre vor der Jahrtausendwende, konzentriert sich dieser Film auf einen jungen Geist, der auf erfrischende Art und Weise eine absolute Überdrüssigkeit alles Alltäglichen und Gewohnten gegenüber an den Tag legt: Evelina lebt ihre Überzeugungen, ihre Individualität hat Vorbildcharakter und in Momenten, in denen ihre Umwelt eine Augenbraue hebt, gelingt es ihr, weder in Scham noch in hochnäsigen Trotz zu verfallen. Der Film überrascht durch die Mühelosigkeit, spezifische kulturelle und politische Themen in die Rahmenhandlung einzubinden: Ob die schrulligen Mütterchen, politische Themen wie die Altersarmut oder die Bewusstseinsveränderung, die plötzlich erlebbare Form der Selbstreflexion…

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Sei Wachsam Am 7.11.2018 durfte ich im Glad-House Cottbus den polnischen Film „Sei Wachsam“ von Robert Glinski ansehen. Darin geht es um eine Pfadfindergruppe, die einen Ausflug an einen See macht. Sie singen Lieder, bauen ihr Camp auf, suchen und kochen ihr Essen, das typische Pfadfinderzeugs. Doch der Leiter des Camps bringt ein paar kriminelle bzw. schwer erziehbare Jugendliche mit ins Camp und somit auch viel Unruhe in das regeltreue und geradlinige Camp. Als dann noch einer der Pfadfinder tot aufgefunden wird, läuft alles aus dem Ruder. Am Anfang des Films war mir nicht ganz klar, wo die Geschichte hingehen…

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