Rubrik: Kolumne

Die fetten Tage sind vorbei? Liebe Leser, lassen Sie mich Folgendes vorwegschicken, bevor wir in die Vollen gehen: Sie sind nicht allein. Wir sitzen im selben Boot. Bleiben wir bei diesem Bild, macht es das aber genau genommen nicht unbedingt besser, sondern verschlechtert die Gesamtsituation sogar noch. Reden wir nicht länger um den heißen Brei herum: Wir sind fett geworden. Selbstverständlich nicht jeder von uns, aber Hand aufs Herz, wer hat sich eben davon angesprochen gefühlt? Und wer sollte es uns bitte verübeln? Wir kommen aus der stressigsten Zeit des Jahres. Weihnachtsbraten mit x, Plätzchen backen mit y, Glühwein trinken…

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Entschuldigen Sie bitte, komme ich zu spät? Ist der Hype schon vorbei? Wenn ich jetzt noch auf den Zug aufspringe, wirkt das überhaupt noch frech und fresh? Es geht um Folgendes: Tesla kommt! Einer der vielleicht innovativsten Konzerne auf der Welt will in Europa Fuß fassen – und zwar von Brandenburg aus. Was klingt wie ein Witz für Betrunkene ist tatsächlich nachvollziehbar. Berlin und Hamburg sind die Bundesländer mit den meisten Unternehmensgründungen. Und wer kommt direkt danach? Brandenburg, kein Witz. Hier wird fast doppelt so viel gegründet wie im Schlusslicht Thüringen. Auch das ist konsequent, besinnt man sich dort doch…

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Wer macht’s denn nun eigentlich mit wem? Und warum wollen es alle mit den einen machen, während die anderen in der Ecke stehen und traurig vor sich hin pfeifen? Ist zugucken denn nicht manchmal eine sinnvolle Alternative? Das schlimmste dabei ist doch, dass alle Beteiligten ständig darüber reden müssen, welche Fülle sie im Gegensatz zur Konkurrenz beisteuern. Der gemeinsame Höhepunkt bleibt dann aber doch zu oft aus, weil mindestens einer nicht mehr mitmachen möchte und zu früh aussteigt. Koalitionsverhandlungen sind schon eine spannende Sache. Sie Ferkel! Dabei kann man den Parteien nicht einmal einen Vorwurf machen, wenn es dieses Mal…

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Die allermeisten von Ihnen sind nur Durchschnitt. Das muss ich Ihnen in aller Deutlichkeit sagen. Und wissen Sie was? Dabei ist überhaupt nichts. Durchschnitt zu sein bedeutet im Wesentlichen nur, dass man selbst nicht besser ist als die meisten anderen. Aber eben auch nicht schlechter. Warum fällt es so vielen von uns so schwer, die eigene Mittelmäßigkeit zu akzeptieren? Die Antwort ist ganz einfach: Viele wissen davon gar nichts. Wir schätzen uns oft selbst viel intelligenter und begabter ein, als wir tatsächlich sind. Amerikanische Hochschulprofessoren wurden einmal gefragt, ob sie sich selbst in der oberen Hälfte ihrer Zunft sehen. 94…

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Haben Sie sich schon Gedanken über den Sommerurlaub gemacht? Früher war zwar nicht alles besser, vieles war aber einfacher. Bei der Urlaubsplanung hatten die Generationen vor uns nur wenige Optionen. Schwielochsee, Städtereise nach Prag oder vielleicht sogar Balaton? Von meinen Eltern kenne ich den Spruch „Urlaub auf Balkonien“. Der kommt sicher nicht von ungefähr. Heute haben wir zwar wesentlich mehr Möglichkeiten und Auswahl, vorausgesetzt Urlaubsplanung und Kontostand liegen im Einklang. Die Probleme sind heute aber ganz andere. Die Türkei zum Beispiel ist politisch instabil und sieht Journalisten lieber hinter Gittern als am Strand. Sollte man so ein Land wirklich besuchen?…

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Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Ein Verbrechen passiert, ein Mensch wird verletzt. Es wird eine Anzeige gefertigt, die Polizei nimmt die Ermittlungen auf. Die Beamten tappen allerdings erst einmal weitestgehend im Dunkeln, weil es bis auf das Opfer keine Zeugen gibt. Nun tritt folgendes Problem auf: Den Menschen geht das alles zu langsam. Man beginnt zu tuscheln, zu mutmaßen. Schuldige werden identifiziert. Gerüchte verbreiten sich, werden zu Tatsachen umformuliert. Eine geradezu perverse Lust am Skandal löst immer neue Empörungswellen aus, die mit dem eigentlichen Verbrechen schon lange nichts mehr zu tun haben. Bis es den Ersten reicht, sie ihre…

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Es fühlt sich ein bisschen wie Frühling an. Nicht im Sinne von aufblühender Natur, umherfliegender Pollen oder zuckersüßen Jungtieren im Tierpark. Ich spreche von den vielen jungen Menschen, die plötzlich für ihre Zukunft auf die Straße gehen. Zehntausende bei „Wir sind mehr“ in Chemnitz und später auch anderen Städten, sogar Hunderttausende bei „Unteilbar“ in Berlin. Wie viele Menschen bei den „Fridays For Future“-Demonstrationen über Ländergrenzen hinweg demonstrieren, lässt sich nur vage schätzen. Zuletzt haben zudem Proteste gegen den umstrittenen Paragraf 13 im Zuge der Reform des europäischen Urheberrechts für Aufsehen gesorgt. Wo immer derzeit aufbegehrt wird, sind zweifelsohne auch ältere…

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Sind Sie auch so genervt von dieser ständigen Diskussion über den Klimawandel? Über dampfende Kohlekraftwerke, hungernde Eisbären und demonstrierende Schülerinnen und Schüler? Natürlich sind wir alle für Klimaschutz, das steht völlig außer Frage. Nur eben nicht bei uns. Und darüber reden müssen wir auch nicht ständig. Schließlich bemühe ich mich schon nach Kräften und verzichte einmal in der Woche auf Eisbein. Gern geschehen, Mutter Natur! Für mich war der Punkt des Zumutbaren überschritten, als unsere letzte echte Freiheit plötzlich zur Diskussion stand: Die Freiheit, auf der Autobahn meinen Porsche Panamera bis an die Leistungsgrenze zu treiben. Ich habe zwar keinen,…

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Physik? Schmeckt mir nicht. Schnee wird schwerer, wenn er schmilzt. Hätten Sie es gewusst? Aus einem Kilo Schnee können da schnell mal zwei werden, nur durch den Vorgang des Schmelzens. Ganz im Stile der alten Fangfrage: Was ist schwerer, ein Pfund Federn oder ein Pfund Blei? Der Wasseranteil verdoppelt sich quasi wie durch (Wasser-)Geisterhand. Das ist natürlich völliger Mumpitz, einige Medien haben daraus in ihrer Berichterstattung zu den heftigen Schneefällen in Bayern und Österreich aber einen eiskalten Fakt gemacht und damit für leidenschaftliches Gekicher gesorgt. Aber greifen wir dieses Bild des sich selbst vermehrenden Schnees doch noch einmal auf. Wie…

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Sicherheitsbedenken Wenn Sie diese Zeilen lesen, dann rufen Sie sich bitte eines ins Gedächtnis: Sie leben in der bald sichersten Stadt des Landes. Oder im Umland dieser Bastion der Stabilität. Vielleicht lehne ich mich mit dieser Einschätzung etwas weit aus dem Fenster, aber es deutet nun einmal vieles darauf hin. Getrunken werden darf in der Innenstadt schon lange nicht mehr, seit einem guten Jahr werden Teile derselbigen kameraüberwacht. Jeder zweite Passant zwischen Stadthalle und Spremberger Turm ist zur Zeit ein Polizist, zumindest fühlt es sich so an. Und nicht zuletzt hat Cottbus eine bemerkenswerte Dichte an Security-Unternehmen, nur mal so…

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