Rubrik: buchäcker

Sein Tagebuch erzählt, wie sich der Australienforscher auf seine große Reise vorbereitete Im Juni hat der große Lausitzer Naturwissenschaftler und Australienforscher Ludwig Leichhardt auf dem wieder fertiggestellten Cottbuser Oberkirchplatz einen bleibenden Platz gefunden. Nahe dem Standort des Gymnasiums, das er von 1824 bis 1831 besucht hat. Im Regia Verlag ist ein Buch erhältlich, das einerseits einen kurzen Lebensabriss des Wissenschaftlers und durch die Veröffentlichung seines Tagebuchs von der Studienreise nach Frankreich, Italien und die Schweiz 1840/41 einen Einblick in die Arbeitsweise, die immense Beobachtungsgabe und seine beachtlichen Formulierungskünste gibt. Die Reise war für ihn so etwas wie die Probetour für…

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„Jeder Mensch ist ein tiefes Geheimnis” Was für ein Roman, dieses neue Buch des Spaniers Javier Marias! „Berta Isla” (S. Fischer, 654 Seiten, 26 EUR) geht unter die Haut und durch Mark und Bein, und man kommt davon nicht los. Das liegt auch daran, dass das Werk mehrere Genres in sich vereint und tief verzahnt: Er ist Ehe- und Liebesroman, Spionagethriller mit Horrorelementen und Anflügen von Gesellschaftsroman. Tomas Nevinson liebt von früher Jugend an die schöne Berta Isla. Er ist halb Engländer, halb Spanier, sie Spanierin. Als geniales Sprachtalent geht er zum Studium nach Oxford. Dort stellt ihm der Geheimdienst,…

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Diese Sprache! Zupackend. Bildreich. Originell. Oft aphoristisch zugespitzt. Es ist ein Genuss, einen solchen Text zu lesen, der sich unter der Autorschaft des türkisch-kurdischen Franzosen Mahir Guven zu dem Roman „Zwei Brüder” (Aufbau, 282 Seiten, 20 EUR) formt. Eine hochaktuelle Geschichte, über die man lange diskutieren kann. Zwei Brüder in Paris nehmen eine ganz unterschiedliche Entwicklung. Der eine geht schwerer, aber ehrbarer Arbeit nach, fährt wie der Vater Taxi. Der andere macht sich als Assistenzarzt nach Syrien, nach al-Scham, davon. Aber eines Tage steht er wieder vor der Tür. Ein Rückkehrer. Beargwöhnt, verdächtigt. Ein Anwalt meint: „Keiner geht zufällig nach…

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Von einer besonderen Veranstaltung im 27. Cottbuser Bücherfrühling  Swantje Kautz (18) absolviert in der Literaturwerkstatt P12 im Glad-House ihr Freiwilliges Soziales Jahr Kultur (FSJK). Sie kommt aus Frankfurt (Oder) und nutzt, wie sie sagt, das einzige Angebot in ganz Brandenburg, das im FSJK ihre literarischen Interessen bedient und ist sehr zufrieden damit, was hier unter Leitung von Ines Göbel geschieht. Die P12 gibt es offiziell seit 1990, hat aber ihre Wurzeln bereits in der jugendlichen Schreibbewegung in der DDR. Hierher ist Swantje also gekommen. Wer so ein freiwilliges Jahr leistet, von dem (oder der) wird ein Projekt gewünscht, in dessen…

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Der 27. Cottbuser Bücherfrühling geht in seine Schlussrunde  Noch drei Veranstaltungen stehen aus. Dann ist der 27. Cottbuser Bücherfrühling Geschichte. Dr. Anne Katharina Zschocke hat offensichtlich mehrere Spezialstrecken. Sie beschäftigt sich mit Bäumen und weiß gut über Märchen Bescheid, weiß auch zwischen beiden eine Verbindung herzustellen. Es muss reizvoll sein, ihr auf einer Baumwanderung zu folgen, zu hören, was Bäume erzählen und wie sie in die Märchen gelangten. Das kann man am 2. Juni von 14 bis 16 Uhr im Branitzer Park erleben. Treffpunkt Schlosskasse. Anne Katharina Zschocke ist auch eine Expertin für das Wirken von Bakterien. Die kennt man…

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Die allgemein akzeptierte Idiotie Das ist das totale Wahnsinnsbuch, das dich nicht schlafen lässt: „GRM” (Kiepenheuer & Witsch, 634 Seiten, 25 EUR) von Sibylle Berg. Du legst es nicht aus der Hand, weil es beunruhigt und du denkst, was da drin steht, kann dich irgendwann selbst betreffen. Es ist ganz gegenwärtig, denkst du, und dann wieder, dass das Buch in der nahen Zukunft spielt und eine bösartige Satire ist. Das Buch ist wohl beides und zeigt, dass Gegenwart und Zukunft in unserer schnelllebigen Zeit kaum noch zu trennen sind. „GRM” steht für Grime, einen genialen manipulativen Musikstil, der in einen…

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Und immer wieder Sigmund Freud „Als Kind war ich überzeugt, meine Mutter sei eine Fee.”  Später  revidiert die Autorin diesen Eindruck. Die Mutter hatte alles Feenhafte abgelegt und traktierte die Tochter. Die Frage ist: Wie verlässlich sind unsere Erinnerungen und wie ausgeprägt die Verdrängungsmechanismen? Antworten darauf erhält der Leser in  dem Buch „Was nie geschehen ist” von Nadja Spiegelman (Aufbau, 394 Seiten, 22 EUR). Sehr autobiografisch angelegt, wirft es den Blick auf drei Generationen. Nadja Spiegelman ist die Tochter des Cartoonisten Art Spiegelman und der Kunstredakteurin Francoise Mouly. Gespräche mit Eltern und Großeltern geraten zu therapieähnlichen Analysen, die sich ganz…

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  Wunderbares Romandebüt der Lausitzerin Christine Gransalke Da biste baff, wie der Volksmund sagt, wenn ihm Unerwartetes begegnet. Das Unerwartete ist in diesem Fall für den Bücherfreund der kleine Roman einer bisher weitgehend unbekannten Lausitzer Autorin, der den bedrohlichen Titel „Ambrosia. Die Heimsuchung von Narrenstedt” trägt. Bedrohlich? Ja, denn die Ambrosia ist eine aggressive Unkrautpflanze, die für heftige allergische Reaktionen – Asthma, tränende Augen, Hautrötungen – verantwortlich ist. Jede einzelne Pflanze bringt 4.000 bis 60.000 Samen hervor. Nur zehn von diesen erzeugten Pollen in einem Kubikmeter Luft reichen aus für höllische Qualen Betroffener. In der Niederlausitz fühlt sich die Ambrosia…

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Erinnerungen an zwei LEA-Literaturfeste. Das dritte findet in Cottbus statt In unserem Juni-Heft kündigten wir an, dass vom 28. bis 30. September in Cottbus das dritte LEA-Literaturfest stattfindet. Es wird vom Macht los e.V. Cottbus organisiert und der Aktion Mensch, der größten privaten Förderorganisation in Deutschland, unterstützt. LEA heißt „Lesen Einmal Anders” und ist für Behinderte und nicht Behinderte in Leseklubs organisiert. Der Cottbuser LEA Leseklub gehört zum „Freizeitclub – ganz unbehindert.”  Die ersten beiden Literaturfeste der jetzt mehr als 50 Leseklubs aus ganz Deutschland fanden 2013 in Köln und 2015 in Berlin statt. Cottbuser LEA’ner erinnern sich. Danilo Konzack…

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Passend zum Frühlingsbeginn bietet die Literaturwerkstatt des Glad-House Cottbus vom 3. bis 5. April einen Osterferien-Workshop zum intensiven Sehen,  Riechen und Fühlen an. Unter dem Motto „Park-Poeten“ können sich Kinder von 8 bis 12 Jahren mit dem Fahrrad auf literarische Streifzüge durch die Cottbuser Parklandschaft und deren erwachende Natur begeben. Nach kleinen Wahrnehmungsübungen im Freien und dem Betrachten eingängiger Naturlyrik werden vor Ort eigene Gedichte und kleine Geschichten entstehen! Denn für den Park–Poeten ist der Park eine unerschöpfliche Inspirationsquelle. pm/KW Info Workshop „Park-Poeten“, tägl. von 10-14 Uhr/20 Euro,  inkl. Mittagsversorgung. Anmeldungen unter 0355/ 380 24 40 oder per E-Mail an:…

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