Neue Kulturlandschaft am neuen See

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Oberbürgermeister Holger Kelch äußerte sich am 6. Dezember auf einer Podiumsdiskussion bei der Eröffnung des neuen AHC Sportwagen-Center Cottbus (Groß Gaglow) zur Bewerbung der Stadt Cottbus für die Bundesgartenschau am zukünftigen Ostsee. Die Buga 2025 ist inzwischen von der Deutschen Bundesgartenschau Gesellschaft (DBG) nach Schwerin vergeben worden. Für die Buga 2027 ist Cottbus bisher der einzige Bewerber.

Herr Kelch, ist die Bundesgartenschau Luxus für die Stadt Cottbus?

„Nein, das ist kein Luxus für die Stadt. Genauso, wie es das Staatstheater nicht ist. Das gehört einfach zu dieser Stadt. Die Bundesgartenschau kann unsere Stadt nur noch schöner machen. Als damals, 1995, die erste Bundesgartenschau nach Cottbus geholt wurde, war das eine ganz mutige Entscheidung der Stadt. Berlin hatte damals verzichtet, weil die Stadt es nicht geschafft hatte, so eine Veranstaltung durchzuführen. Cottbus dagegen hat das gestemmt. Was war das für eine Aufbruchstimmung in der Stadt.Was war das für eine Euphorie. Allerdings war die Buga damals eher eine Blümchenschau. Die wird es zukünftig am Ostsee nicht geben. Ganz im Gegenteil. Dort wird dann ganz stark das Thema Pückler mit seiner Kulturlandschaft in Branitz hervorstechen, und wie kann eine neue Kulturlandschaft an einem neuen See aussehen. Das ist viel interessanter und spannender. In diesem Sinne kann die Bundesgartenschau auch eine Unterstützung und Hilfe, ein Marketinginstrument sein, um Cottbus wieder bekannter zu machen.

Der Fußball allein reicht dafür nicht aus. Das haben wir ja alle mitbekommen: Solange der FC Energie Erste  und Zweite Liga gespielt hat, war Cottbus in aller Munde. Jetzt sind wir in der Regional-Liga und haben dafür mit Pele Wollitz den richtigen Mann engagiert, um wieder nach oben zu kommen. Wir müssen jetzt aber auch schauen, wie wir die Strukturen schaffen, damit wir positiv in Deutschland, in Europa und von mir aus auch in der Welt wahrgenommen werden.“

Aufgeschnappt von Heiko Portale

Hintergund: Cottbus war 1995 erster Ausrichter der Bundesgartenschau in Brandenburg und den neuen Bundesländern. Der Spreeauenpark wurde damals neu gestaltet und füllte nun die bis dahin bestehende Lücke zwischen Zentrum und  Branitzer Park. Die Buga lockte 2,4 Millionen Besucher nach Cottbus. Rund eine Milliarde Mark wurden damals investiert.

Foto: © Goethe

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