Nur 15 Aktive zählte der Ringerclub Cottbus bei seiner Gründung im Jahr 2004 . Maßgeblich unterstützt wurde der Anfang von Günther Jentsch vom Fachbereich Bildung und Sport, wofür ihm der bis heute amtierende Vereinschef Klaus Dieter Thode bis heute sehr dankbar ist. Die Sportler gaben mit ihrem Trainingsfleiß vieles wieder zurück –  drei Jahre  später stieg der Verein zum Landesstützpunkt auf. Ein Prädikat, das bis heute gültig ist. Bis zum Vorjahr wurden die größten Talente regelmäßig zum RSV Hansa 90 Frankfurt (Oder) ins Leistungszentrum delegiert, nun geht die Reise der besten RCC-Ringer in Richtung Luckenwalde.

Letztes Beispiel der Heranführung an den Leistungssport ist Zaur Saidulaev, ein junger Kerl, der aus der Russischen Föderation nach Deutschland kam. Ihm werden im kommenden Jahr seine Landsleute Yusuf Baidulaev und Zelimkhan Dzhautkanov folgen. „Wir sind ein integrativer Verein, haben auch Syrer und Armenier in unseren Reihen. Die Sportler, die über Jahre schon im Verein sind, können von den ausländischen Athleten in Sachen Trainingsfleiß und Willen eine ganze Menge lernen“, sagt Landestrainer Thode.

Ihn freut der Fortschritt, der sich Mitte 2019 ergeben hat. Da stand der Umzug ins Haus, der längst fällig war. Aus der Rudnicki in Neu-Schmellwitz zogen die Ringer des RCC ein gutes Stück weiter gen Norden, wo in der früheren Stasi-Halle in der Siedlung Nord 48 eine neue Heimstätte gefunden wurde. „Sowohl das Immobilienamt der Stadt als auch Kay Havenstein vom Fachbereich Bildung und Sport, der Stadtsportbund Cottbus sowie Günter Jentsch in Ruhestand haben uns in der Zeit des Umzugs viel Unterstützung zuteilwerden lassen, wofür ich mich ausdrücklich bedanken möchte“, zeigt sich Klaus Dieter Thode zufrieden.

Mit diesem Umzug haben sich die Trainingsbedingungen für die jetzt etwa 70 Ringer erheblich verbessert. Zum Verein gehören heute 25 Anfänger im Alter von sechs bis acht Jahren genauso, wie die 19 Sportlerinnen und Sportler ab neun Jahren und die 26 „Großen“ ab der Altersklasse B-Jugend bis zu den Erwachsenen. Gerade aus der oberen Altersklasse wurden in diesem Jahr schon außergewöhnliche Erfolge gemeldet. Allen voran der B-Jugendliche Hugo Bischoff, der sowohl bei den Norddeutschen als auch bei den Mitteldeutschen Meisterschaften den Titel gewann. Bei den Deutschen Meisterschaften bis 57kg gewann er genauso Bronze wie seine Teamkollegin bis 76 kg Evelin Neumann, die sich zudem bei vielen internationalen Meisterschaften sehr gut in Szene setzen konnte.

Derzeit laufen die Vorbereitungen auf das traditionelle Nikolausturnier, das alljährlich in der Sandower Sporthalle am Warmbad ausgetragen wird. Nach den Mannschaftserfolgen der Vorjahre wollen die Übungsleiter und Athleten sich auch am 14. Dezember nicht nur als umsichtige Gastgeber erweisen, sondern sich idealerweise sportlich dem Dutzend teilnehmenden Teams überlegen zeigen.

Georg Zielonkowski

 

 

 

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