Mit einem Industriemechaniker und einem Master of Arts in Architektur in der Tasche gründete Stefan Restemeier 2003 die Firma leuchtstoff*. Der 40-Jährige ist seit längerer Zeit in Cottbus gestalterisch aktiv. Wir erinnern uns an die Ausstellungen in der Esscobar oder die Lichtskulptur am Heronplatz, wobei es aber nicht bei diesen zwei Projekten geblieben ist. Auch das Lichtkonzept für das Cottbuser E-Werk und den Amtsteich, Veranstaltungen im Kunstmuseum Dieselkraftwerk oder die interaktiven Lichtinstallationen an den Gebäuden von Veranstaltungsorten der Nacht der kreativen Köpfe, wie die Alte Tuchfabrik (bei Arvato) und der Handwerkskammer, sind ihm zu verdanken.

Mittlerweile ist Stefan auch überregional tätig. Ihn und sein Team macht es stolz, dass speziell die Ringleuchte TheO, die 2015 zum Designpreis Brandenburg nominiert war, von Architekturbüros z.B. Peter Zumtor, Hotels, Banken oder Kultureinrichtungen, vor allem in der Schweiz, angefragt wird. Außerdem bestellt ein großer Leuchtenhersteller wie Zumtobel mittlerweile bei leuchtstoff* und Stefans Produkte gehören zum Corporate Design einer namhaften Bank in der Schweiz. Ein weiterer großartiger Erfolg: Für den bekannten deutschen Modedesigner Philipp Plein hat Stefan Lichtkonzepte für dessen Flagship Stores in New York, Baku, Mailand und Paris entworfen. Und trotz des Erfolges außerhalb von Cottbus wird immer noch ausschließlich hier produziert. Ungeachtet der beruflichen Auslastung zeigt Stefan großes Interesse daran, sich in der Stadt zu engagieren. Soziales Engagement war ihm schon immer ein Anliegen, da er es wichtig findet, der Gemeinschaft etwas zurückzugeben, wenn  man selbst etwas erreicht hat. Deshalb hat er zum Beispiel einer Einrichtung der Jugendhilfe Cottbus Leuchten für die Flure entworfen als dort die Renovierung der Einrichtung anstand oder mit Kindern aus einem Cottbuser Kindergarten der Jugendhilfe eine Leuchte entwickelt und diese anschließend gespendet. Das waren wirklich schöne Aktionen, erzählt er. Dadurch betrachte er die eigene Arbeit auch mal aus einer anderen Perspektive.

Auch mit der BTU Cottbus-Senftenberg arbeitete der Architekt zusammen, als ein Student die Ringleuchte zum Thema seiner Bachelorarbeit machte. In diesem Rahmen wurden Dateien erstellt, die es unter anderem Lichtplanern und Architekten ermöglichen sollen die verschiedenen Ausführungen der Ringleuchte virtuell, für deren Projekte zu berechnen. Lichtplaner benötigen solche Berechnungen, um prüfen zu können, wie viele und wo die Leuchten hängen müssen, um geforderte Lichtwerte zu erreichen. Da Stefan selbst einmal Student der BTU war, lag eine Kooperation mit der Universität nahe. Und auch sonst ist seine Verbundenheit zu Cottbus groß, weshalb wegziehen für Stefan nicht zur Debatte steht. Denn die Stadt hat sich aus seiner Sicht in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt.

Luna

Teilen.

Kommentarfunktion ist deaktiviert.