Cottbuser Apotheken Filialverbund, überregionale und regionale Firmen machen sich stark für die Venengesundheit

Schwache Venen sind ein medizinisches Problem. In den Industrieländern gelten Venenleiden schon als Volkskrankheit. „Dabei gibt es eine Menge Dinge, die Betroffene für ihre Venengesundheit tun können“, weiß Venenfachberaterin Sandra Eckert von der Apotheke im Lausitz Park Cottbus. Seit über 20 Jahren ist diese Apotheke kompetenter Gesundheitspartner und hat sich das Thema „Venengesundheit“ auf die Fahnen geschrieben. Schon seit rund zwei Jahren ist die Apotheke als Venenfachcenter zertifiziert und bietet unter anderem Beratung und Service zum Thema Stützstrümpfe, so wie das Anmessen von Kompressionsstrümpfen oder Pflegetipps an. Wem das aber zu wenig ist, dem sei der „Venenwalk“ angeraten, der am 27. März startet und bei dem über zehn Wochen, bis zum 27. Mai die Teilnehmer in Begleitung eines Trainers in Bewegung kommen.

Venen sind dafür zuständig, das Blut zurück zum Herzen zu transportieren, alle vier bis sieben Zentimeter gibt es Venenklappen, die dafür sorgen, dass das Blut in den Ruhephasen nicht zurückfließt, sondern es Schritt für Schritt nach oben transportiert. „Oft ist es so, dass aufgrund erblicher Veranlagung, Schwangerschaft oder einseitiger Belastung eine Bindegewebsschwäche vorliegt und das Blut immer wieder zurücksackt und so die Venenwände, über eine längere Zeit betrachtet, ausleiern“, sagt Sandra Eckert. Über Jahre hinweg führt das zu Krampfadern. Eine effektive Wirkung lässt sich durch Stütz- oder Kompressionsstrümpfe erzielen. Durch ihre enganliegende Struktur wird der Venendurchmesser verringert und so die Venenklappen in die Lage versetzt, wieder zu schließen. Sandra Eckert: „Die Vene hat es nicht einfach, sie muss entgegengesetzt der Schwerkraft das Blut zum Herzen transportieren.“

Venenfachberaterin Sandra Eckert: „Langes Sitzen und Stehen sind schlecht, liegen und laufen dagegen sind für die Venengesundheit lobenswert.“ Foto TSPV

Venenfachberaterin Sandra Eckert: „Langes Sitzen und Stehen sind schlecht, liegen und laufen dagegen sind für die Venengesundheit lobenswert.“ Foto TSPV

Drei Apotheken des Filialverbunds, die Apotheke am Theater, die City Apotheke im Blechen Carré und die Apotheke im Lausitz Park sind zu VenenFachCentern ernannt worden, und so entstand die Idee, nicht nur Hilfsmittel zu Venenleiden anzubieten, sondern auch den betroffenen Menschen zu helfen, „nachhaltig aktiv für ihre Gesundheit“ zu werden. Dabei ist sportliche Betätigung ein wesentlicher Bestandteil. „Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass es viele Patienten gibt, die eine venöse Beinerkrankung oder Krampfadern haben“, sagt Venenfachberaterin Sandra Eckert. Um Venenwand- und -klappenfestigkeit zu aktivieren braucht es eine belastbare Wadenmuskulatur. Durch die Kontraktion der Muskulatur wird der Rücktransport des Blutes unterstützt. Sitzen und stehen sind Gift für die Venen, während liegen und laufen gut sind. „Wir haben einen Spruch dafür: Sitzen, stehen, schlecht; laufen, liegen, lobenswert.“

Bei unserem Angebot, dem Venenwalk, dürfen 30 Leute, die in zwei Gruppen aufgeteilt sind, sich aktiv dem Problem stellen. Die eine Gruppe trifft sich montags, die andere freitags. Es geht dabei wirklich um die Bewegung, das Walken. Unter der Leitung von Personaltrainer Göran Kruse wird unter anderem in den Madlower Schluchten gelaufen. In Zusammenarbeit mit Intersport Wawrok testen die Teilnehmer geeignete Walkingstöcke. Zu den praktischen Übungen gesellen sich Vorträge der Firma Belsana, die Stützstrümpfe mit gut abgestimmter Kompression anbietet, für mehr Leistung, weniger Ermüdung und schnellere Regeneration des Körpers. Auch ein Ausflug mit Vortrag zur Spreewaldtherme Burg, wo es um das Thema „Richtiges Saunieren und Thermalbaden“ geht, ein Jumping Fitness-Angebot der Physiotherapie LenDaVital und eine Ernährungsberatung der Krankenkasse Barmer gehören dazu.

Während der zehn Wochen können sich die Teilnehmer Walking-Stöcke ausleihen oder auch ihre eigenen mitbringen. Insgesamt acht Mal laufen sie für jeweils etwa eine Stunde. Göran Kruse zeigt, wie die Stöcke richtig gehalten und eingesetzt werden, um maximale Erfolge beim Aufbau der Wadenmuskulatur zu erzielen. Bei der Wahl der richtigen Nordic-Walking-Stöcke kommt es vor allem auf deren Stabilität und Gewicht an.

Geeignet ist der Venenwalk sowohl für Patienten als auch für Menschen, die vorbeugend aktiv werden wollen. „Meistens kommen aber die Menschen zu uns ins VenenFachCenter, die schon Probleme mit den Venen haben und über angeschwollene, schmerzende oder unruhige Beine am Abend klagen“, sagt Sandra Eckert.

Inzwischen haben sich die guten Ergebnisse der Veranstaltung herumgesprochen. Das Interesse an dem Kurs steigt stetig. Nach den zehnwöchigen Veranstaltungen schlossen sich Teilnehmer zu Walking-Gruppen zusammen und treffen sich nun regelmäßig. Genau das ist schließlich auch das Ziel des Venenwalks: selbst aktiv werden und es anschließend auch bleiben.

Robert Gordon
Titelfoto: Personaltrainer Göran Kruse erklärt das richtige Walken. Foto: pr

Info
Weitere Informationsabende:

  1. April, Blutdruckmessgeräte Prüftag, City Apotheke
  2. April, „Husten & Bronchitis“, Carl-Thiem-Apotheke
  3. Mai, Hörgeräte „Hörtest“ 10 bis 15 Uhr, City Apotheke
  4. Juni, Hautanalyse Sonnenschutz, 10 bis 17 Uhr, City Apotheke
  5. Juni, „Darmgesundheit“, 18 Uhr, Carl-Thiem-Apotheke

Interessenten können sich anmelden:
Apotheke am Theater: 0355 78439800, City Apotheke im Blechen Carré : 0355 6202965, Apotheke im Lausitz Park 0355 541609, Carl-Thiem-Apotheke 0355 4838410

 

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