Auf der Burg Beeskow ist so einiges los: Neben Sommertheater und Opernveranstaltungen im Burghof gibt es im Inneren der Burg Vieles zu sehen. Unter anderem können Besucherinnen und Besucher seit diesem Frühjahr das neue Ausstellungszentrum besuchen, das primär Sonderausstellungen des Kunstarchivs Beeskow in Zukunft beherbergt.

Seit Anfang Juni wird eben dort die Ausstellung  „La beauté est dans la rue – Die Schönheit ist auf der Straße“ präsentiert, die Plakate aus Frankreich, Polen und der DDR zeigt. Eingebettet in das Europäische Kulturerbejahr, welches mit „Sharing Heritage“ betitelt ist, wird ein wenig bekannter Aspekt unserer visuellen Kultur thematisiert: den bis heute virulenten Einfluss polnischer Plakatgestalter der Nachkriegszeit auf das europäische Grafikdesign.

Die Ausstellung beleuchtet die „Schule der polnischen Plakatkunst“ (polska szkoła plakatu) und veranschaulicht ihre Wirkung sowohl auf Entwerfer aus der DDR als auch auf die französische Gebrauchsgrafik – u.a. auf Gestaltungen des 1970 gegründeten Grafikerkollektivs Grapus, dessen provokante Arbeiten für die französische Linke weltweit Aufsehen erregte.

„La beauté est dans la rue – Die Schönheit ist auf der Straße“ schlägt einen Bogen, der die Geschichte gegenseitiger Einflüsse über Grenzen und Staatssysteme hinweg zeigt und präsentiert eine Plakatgestaltung, die sich weniger dem Markt als der Gesellschaft verpflichtet fühlte.

Übrigens: In Beeskow sind auch Plakate aus der Sammlung des BLmK vertreten. Ein weiteres Zeichen für das Bemühen um eine kontinuierliche Zusammenarbeit, die von beiden Seiten gefördert und geschätzt wird.

Info: Ausstellung „La beauté est dans la rue – Die Schönheit ist auf der Straße“, bis 7. Oktober, Kuratorenführung am Samstag, 7. Juli, 13 Uhr, weitere Infos: www.burg-beeskow.de

pm /sk
Titelfoto: Albrecht von Bodecker, Plakate aus Berlin, 1988

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