Man trifft sich Open Air und erfreut sich an dem, was auf der Bühne vor sich geht

Theatersommer oder Sommertheater, wie es mancherorts auch genannt wird, erfreut sich großer Beliebtheit. Man trifft sich Open Air und erfreut sich daran, was auf der Bühne geschieht. Das kann ganz vielgestaltig sein, wie sich in unserer Region auch in diesem Jahr zeigt.

Das Staatstheater Cottbus wartet mit einem Theaterjahrmarkt unter dem Titel „König Kaspar Kann Immer” von Albrecht Hirche auf. Seit dem 14. Juni machen gleich vier „Kaspars” das Gelände auf dem Hof der Alvensleben-Kaserne unsicher, scherzen mit dem Publikum, schwärmen für die gute alte Zeit des Mittelalters und tanzen ihrem Chef, dem Hermann von Eiscreme, auf der Nase rum. Dabei versucht dieser nur, die „Kapazitäten” bei der Stange zu halten, die in seiner Show auftreten sollen. Diese kennenzulernen, bereitet höchstes Vergnügen. Nächste Vorstellungen: 30. Juni und 1. Juli. Man kann den „Kaspern” auf dem Theaterjahrmarkt auch zwischen dem 1. und dem 16. September begegnen.

Piccolo macht es klassisch. Sein Sommertheater heißt „Reineke Fuchs” und hatte am 22.Juni Premiere.  Seit über 500 Jahren bringt der schelmische Reineke die Menschen zum Lachen, indem er mit List, Tücke und Witzigkeit die Tierwelt aufmischt. In der Regie von Reinhard Drogla und unter der musikalischen Leitung von Detlef Bielke ist ein schönes Theatererlebnis auf dem Erich- Kästner- Platz garantiert. Zwischen dem 29. Juni und dem 25. August finden weitere zwölf Vorstellungen statt. Piccolo Sommertheater gibt es auch für die Jüngsten. „Sand, Sand” von Heidi Zengerle will den Erfahrungsbereich der ab 1 1/2 Jährigen ausweiten und zum Nachdenken anregen. Es spielen Maria Schneider und Hauke Grewe in sechs Vorstellungen zwischen 4. Juli und 16. August.

Im Amphitheater der neuen Bühne Senftenberg heißt es „Madagaskar II – Auf zu neuen Ufern”. Die Fortsetzung der im vergangenen Jahr erfolgreichen Schlagerette sieht das Schiff von seinem geplanten Kurs abkommen und an einer Karibikinsel anlegen. Dort ereignen sich dann einige (Liebes-)Wirren. Nächste und letzte Vorstellungen am 5. und 6. Juli, am 23. und 24. August.

Egon Olsen hat in diesem Jahr gleich einige Pläne. Die Bunte Bühne Lübbenau lädt in die Mehrzweckhalle nach Groß- Beuchow ein. Dort, im „Theater im Grünen“, darf sich das geneigte Publikum wieder über die Streiche der legendären Olsenbande amüsieren. „Olsenbande – Teil 2“ heißt die neueste Inszenierung. Am 13. Juli ist Premiere. An insgesamt 15 Abenden wird gespielt, das letzte Mal am 2. September. Im Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen kann man seit zwei Wochen dies erleben: „Die Olsenbande hebt ab”. Das geschieht im Hof der Ortenburg. Wieder hat Lutz Hillmann seine Theaterfassung nach den 13 in der DDR beliebten Olsenbandenfilmen  gestaltet. Bis zum 22. Juli sind die liebenswerten Gangster unterwegs.

Mit einem Spukspektakel und der Theaterfassung eines berühmten Kinderbuchs erfreut das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz. Axel Stöcker hat sich eine skurrile Geschichte aus der Oberlausitz des 18. Jahrhunderts ausgedacht. Echte Gespenster und wilde Kämpfe laden zum Gruseln ein. Das Stück, das 13-mal im Juli und noch dreimal im August gezeigt wird, heißt „Die 7. Geisterstunde – Die Rückkehr des tollen Junkers”. Noch fünf Vorstellungen während der ersten Juliwoche erlebt „Der Zauberer von Oz”, den viele junge Leser in ihre Herzen geschlossen haben.

Noch Fragezeichen stehen hinter dem „Cottbuser Theatersommer”, den seit 22 Jahren die TheaterNative C ausrichtet. Nach dem erneuten Leitungswechsel – zurück zu Gerhard Printschitsch – können Termine und endgültige Besetzungen noch nicht genannt werden. Printschitsch ist festen Willens, die aufwändige musikalische Komödie „Millionen für Penny“ zu inszenieren und die Komödie „Der eingebildete Kranke” wiederaufzunehmen.

Klaus Wilke
Titelfoto: Madagaskar II. Foto: Rasche

 

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