Der HSV Cottbus e. V. –  HochschulSport Verein Cottbus, hat, wie es der Name zunächst vermuten lässt, nichts mit der BTU Cottbus-Senftenberg zu tun. „Natürlich sind in unserem Verein auch Studenten aktiv, doch der überwiegende Anteil an unseren Mitgliedern sind Lausitzer wie du und ich. Wobei darunter natürlich auch viele Sportler und Sportlerinnen sind, die irgendwann einmal an der Uni studiert haben und danach im Verein geblieben sind“, erklärt HSV-Vorstandsmitglied Denny Hertel. Mit der Gründung des Hochschulsport Vereins Cottbus im Jahre 2004 wurde das Angebot sportlicher Aktivitäten in der größten Stadt Südbrandenburgs um ein Vielfaches bereichert. Inzwischen zählt der Verein über 550 aktive Mitglieder in den Abteilungen: Karate, Judo, Volleyball, Kraftsport, Gesundheitssport und Lacrosse und fördert mit seinem Angebot sowohl den Breitensport als auch den Leistungs- und Wettkampfsport.

In der Abteilung Gesundheitssport werden neben den angebotenen Präventionskursen Gefäß-, Herz- und Rehasport auch weitere gemeinsame Aktivitäten außerhalb der Kursräume initiiert. Das gemeinsame Miteinander steht dabei im Vordergrund, wobei der Rehasport vorbeugend auch ohne Rezept wahrgenommen werden kann. Ebenfalls präventiv ist der Bereich Kraftsport einzuordnen. Im Keller der ZEH (Zentralen Hochschuleinrichtung), kann jeder, der das 18. Lebensjahr vollendet hat und Mitglied des HSV Cottbus – Abteilung Kraftsport ist, dort von Montag bis Freitag individuell trainieren. Als wahrhaft exotisch kann die Abteilung Lacrosse angesehen werden. Ausgestattet mit einem ca. ein Meter langen Stab, an dessen Ende sich ein Netz befindet, versuchen die Mannschaften, einen Hartgummiball zu werfen und zu fangen, um diesen in das gegnerische Tor zu befördern.

Mit einem etwas größeren Ball, dafür aber deutlich weicher, sind die Volleyballer/innen des HSV Cottbus e. V. unterwegs. Mit aktuell fünf Mannschaften im aktiven Ligabetrieb und drei Mannschaften im Breitensport bietet diese Abteilung ein vielfältiges Angebot für Sportler und Sportlerinnen mit Interesse am Volleyball. Während sich die Herren in den letzten Jahren bis in die höchste Liga Brandenburgs gespielt haben, erleben auch die Damen aktuell einen Aufschwung und spielen als Aufsteiger eine wichtige Rolle in der Landesliga Süd. „Das neueste und auch wichtigste Projekt für die nächsten Jahre startete am 1. März 2019. Der Aufbau einer eigenen Jugend“, berichtete Abteilungsleiter Marcel Baronick. Weiterhin sagte er: „Wir sind extrem stolz darauf, Jugendlichen ab zwölf Jahren fortan die Möglichkeit bieten zu können, von eigens lizensierten Volleyballtrainern unseren Lieblingssport zu erlernen.“

In den Sommermonaten bietet der HSV Cottbus e. V. zusätzlich Beachvolleyball-Trainings an. Der Höhepunkt der Beachsaison ist der alljährlich stattfindende Beach Cup Cottbus, welcher dieses Jahr vom 14. bis 16. Juni ausgetragen wird. Den Start bildet seit der 3. Auflage der Firmenbeach Cup Cottbus, bei dem sich 16 regionale Unternehmen im Sand messen können. Das sportliche Highlight findet am Sonnabend und Sonntag mit den Ranglistenturnieren der Herren und Damen statt.

Die beiden Kampfsportarten im Verein bilden die Abteilungen Judo und Karate. Letztere ist sogar ein Leistungsstützpunkt im Land Brandenburg. Die zwei erfolgreichsten Sportlerinnen aus dem Leistungskader sind Sarah Kruber und Christin Martinek. Die beiden Aushängeschilder des HSV Cottbus e. V. erreichten in den letzten Jahren zahlreiche Erfolge. Zu den jüngsten zählen die Landesmeistertitel im vergangenen Jahr und die Einladung von Sarah Kruber zu den European University Championships 2019.

Schon etwas länger her, aber doch sehr beachtlich, war die Teilnahme des Judoka Daniel Gürschner an den Olympischen Spielen in Sydney und seine Erfolge bei europäischen Meisterschaften. Auch aktuell nehmen die Judoka des HSV Cottbus e. V. regelmäßig an Wettkämpfen teil und zeigen Ihr Können zusätzlich auf öffentlichen Veranstaltungen wie auf dem „Festival des Sports in Cottbus“.

Georg Zielonkowski
Titelbild: In den Sommermonaten bietet der HSV Cottbus e. V. Beachvolleyball-Trainings an. Foto: GZ

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