Anlässlich des 20-Jährigen Jubiläums des Master-Studienganges World Heritage Studies der BTU Cottbus Senftenberg zeigt das IKMZ die UNESCO Ausstellung „Heritage Heroes“.

Aleppo, einst bekannt für seine historischen Baudenkmäler gleicht heute mehr einem Schlachtfeld. Plätze wie der historische Basar oder die Zitadelle sind nur noch Ruinen. Und nicht nur in Syrien, im Irak oder in Libyen werden Teile des Welterbes durch Kriege zertrümmert.
Neben zahlreichen anderen litt auch die Altstadt der kroatischen Stadt Dubrovnik unter bewaffneten Konflikten. Die halbe Altstadt stand in Flammen und stand kurz vor dem Verfall.

Naturkatastrophen, Brandrodungen – wie gerade auch wieder im Amazonas zu beobachten – Wildereien, bloße Nachlässigkeit oder die Klimaveränderungen bedrohen immer mehr Welterbestätten.

Der Regenwald im Gunung-Leuser-Nationalpark ist von einigen dieser Übel betroffen. Dazu kommen noch Bergbau und Ölpalmplantagen. Dadurch wird die Heimat der dort lebenden Wildtiere nach und nach zerstört.  Die tasmanischen Urwälder standen aufgrund des Baus eines riesigen Staudamms kurz vor dem Aus. Immer mehr Arten sind vom Aussterben bedroht oder bereits Geschichte.

Die Liste solcher Ereignisse ist endlos. Wie soll es also weitergehen? Sollen wir alle tatenlos dabei zusehen, wie Zeugnisse der menschlichen Zivilisation zerstört und das Grün der Erde dem Erdboden gleichgemacht wird?

Nein. Denn überall auf der Erde gibt es Helden die sich mit Herzblut dafür einsetzen, dass diese Schätze erhalten bleiben. Menschen wie Maamoun Abdulkraim und seine Kollegen die ihr Leben riskierten, um die Kunstwerke aus der von der ISIS eroberten Stadt Palmrya zu evakurieren. Wie die Feuerwehrleute in Dubrovnik die in einem riskanten Einsatz Salzwasser aus dem Hafen in Eimern in die Stadt schleppten und damit einen Großteil der Altstadt vor dem Feuer retten konnten. Oder Geoff Law und Heide Lee Douglas die Kampagnen ins Leben riefen, damit der Bau des Staudamms in Tasmanien gestoppt wird.

All diese Leute und das, was sie für den Schutz des Welterbes getan haben, kann man in der Ausstellung „Heritage Hereos“ sehen und erfahren.

Mit dem Studiengang World Heritage Studies und dem PhD-Programm Heritage Studies trägt auch die BTU Cottbus – Senftenberg einen großen Teil dazu bei, dass es mehr Helden und Heldinnen dieser Art gibt, dass sich mehr Menschen um den Schutz unseres kulturellen und natürlichen Welterbes einsetzen, es pflegen und für die Nachwelt erhalten.

Die Ausstellung startet am 02. Oktober und geht bis zum 29. Oktober. Jeder Interessierte kann sie im Foyer des IKMZ während der Öffnungszeiten besichtigen.

Eljotta

 

 

 

 

 

 

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