Eine Ausstellung mit Gedichten von Ingolf Brökel und Fotografien von Ulrike Ertel

An einem Tag im Sommer in den 50er Jahren begann das irdische Dasein des Herren Ingolf Brökel. Dies in einem kleinen Dorf mit Namen Sauo in der schönen Niederlausitz, das einige Jahre später einem Tagebau weichen musste. Ingolf Brökel machte kurz zuvor sein Abitur und widmete sich bald dem Studium der Physik. Doch die Phänomene der Natur zu erforschen war nicht sein einziges Interesse. Nach einer Pause von beinahe einem Jahrzehnt wendete sich der helle Geist auch wieder den schönen Künsten zu und verfasste eine besondere Form der Lyrik. Der Leser wird mit den Brökelschen Gedichten zum Nachdenken aufgefordert. Sein naturwissenschaftlicher Werdegang spiegelt sich in der reduzierten, nüchternen Sprache wider, der es aber an Komik durchaus nicht fehlt.

Sein weibliches Pendant bei der Ausstellung ist die Fotografin Ulrike Ertel. Auch sie hat sich auf ihren Berufsweg nicht etwa der Kunst verschrieben, sondern der Medizin. Sie war viele Jahre praktizierende Kinderärztin, von den Patienten geliebt und geschätzt, verrichtete sie ihren Dienst an der Menschheit. Doch die Doktorin hat scheinbar noch eine andere Passion. Neben dem Ärztedasein macht sie faszinierende Bilder, in denen sie ihre Sicht der Dinge darstellt. In diesen Fotografien kann sich der Betrachter vollständig verlieren. Sie wirken beinahe hypnotisch. Sie bilden die Realität ab, doch scheinen gleichzeitig surreal, verfremdet, ganz wie aus einer anderen Welt.

Am 30. November eröffnet die Ausstellung mit dem Titel „gebucht“ im IKMZ der BTU Cottbus Senftenberg. Sie läuft bis zum 4. Januar und ist zu den Öffnungszeiten zu besichtigen.

Lena Bange

 

 

 

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