Neue Ideen und Altbewährtes sollen wieder vereint werden

Das Cottbuser Strombad ist das älteste deutsche kombinierte Fluss- und Kunstbad und steht in der Gesamtanlage unter Denkmalschutz. Von 1993 bis Mitte 2018 waren der ehemalige Strombad e.V. und der Jugendhilfe Cottbus e.V. Betreiber der Anlage. Immer wieder konnten Höhepunkte kinder- und jugendkulturellen Lebens durch Engagementförderung und Eigeneinsatz ermöglicht werden. Von 2006 bis 2008 wurde mit großem Eigenleistungsanteil die Anlage saniert werden. Viele  Jugendliche und auch Senioren haben dabei eine enorme Anzahl an Arbeitseinsätzen geleistet, damit sich die Förderung aus dem Städtebauprogramm „Zukunft im Stadtteil“ im Effekt vervielfacht. Dafür bekam der Jugendhilfe e.V. 2008 den Denkmalpreis der Stadt Cottbus.

Bereits Anfang 2018 gab es Treffen von interessierten Leuten, denen das Gelände sehr am Herzen lag  – und nach wie vor liegt – und die sich über die weitere Nutzung des Geländes Gedanken machten. Gemeinsam wurde überlegt, welche Mittel und Wege man braucht und gehen kann, um im Strombad wieder Leben einziehen zu lassen. Im März 2018 erfolgte dann die Gründung des Strombad e.V., der sich aktiv um die Nutzung bemühte und bei der Stadt entsprechende Anträge stellte. Der Fairness halber, da es auch andere Interessenten gab, leitete die Stadt Cottbus ein Interessenbekundungsverfahren ein. Der neu gegründete Strombad Verein und der Stadtsportbund haben sich auf diese Ausschreibung hin beworben. Den Zuschlag erhielt der Strombad e.V. Schon im Vorfeld haben sich beide Bewerber zusammengesetzt, um auszuloten, in welcher Form man zukünftig zusammenarbeiten könnte.
Aktuell engagieren sich 25 Mitglieder ehrenamtlich im Strombad e.V. Darüber hinaus sind nicht nur Privatpersonen Mitglieder des Vereins, sondern auch juristische Personen, wie der Verein für subkulturelle Aktivitäten e.V., der Verein für ein multikulturelles Europa e.V. und weitere. 

Wie schon in den vergangenen Jahren werden auch zukünftig etablierte Veranstaltungen stattfinden, dazu gehören unter anderem die Sommerferien-Camps, das Sommerfest des Lebenshilfe e.V.  und natürlich auch das „Stuss am Fluss“-Festival.
Das Konzept des Strombad e.V. sieht vor, Cottbuser Bürger, Vereine und Interessengruppen dazu einzuladen und aufzurufen, Ideen zu entwickeln, die man im Strombad umsetzen kann, damit im Strombad wieder Leben Einzug hält. Einziger Wermutstropfen bei der Nutzung des Strombades ist, dass nicht mehr gebadet werden darf. 

Nach wie vor wird es hier Angebote für die Kinder- und Jugendarbeit geben, geplant sind aber auch Kleinkunst- und Kulturangebote. Im Juni gab es bereits ein erstes Künstler-innen Treffen, bei dem schon viele Ideen zusammengekommen sind. Unter anderem sind Konzerte im Gespräch, Flohmärkte, Malkurse, Unplugged-Musiknächte, eine Living Room Galery aber auch Mittelaltermarkt und Schulband-Tage bzw. Konzerte. Selbstverständlich kann man das Strombad auch weiterhin für private Feierlichkeiten, Schulabschlussfeste oder ähnliches nutzen.
Am 8. September, dem Tag des offenen Denkmals, wird es ein offenes Bürgerpicknick geben, hier sind alle Cottbuser eingeladen zum Kennenlernen vorbei zu kommen.  Am 15. September gibt es ein Vereinsfest zum Saisonabschluss.

Annette Raab

 

Strombad e.V. 
Stromstraße 14 
03046 Cottbus
info@strombad-cottbus.de
www.strombad-cottbus.de

 

 

Teilen.

Hinterlasse eine Antwort