Schon drei Cottbuser Unternehmen verkaufen Lebensmittel, anstatt sie wegzuwerfen

Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Was? Die Wurst ist vorgestern abgelaufen!? Ab in die Tonne damit. Joghurt, drei Tage drüber. Müll. Die Bedeutung des Adverbs „mindestens“ scheint den wenigsten geläufig. Auch Supermärkte füllen die Eimer. Pro Tag und Supermarkt werden knapp 45 Kilogramm noch essbare Lebensmittel in den Abfall geworfen. Diejenigen, die das für Wahnsinn halten und versuchen, die Nahrung zu retten und weiter zu verwerten, bekommen neben eines „Assi-Stempels“ mit Pech auch noch eine dicke Anzeige wegen besonders schweren Diebstahls – wenn sie dabei erwischt werden. Fiese Halunken sind das! Nehmen was, was ohnehin niemand will, wie können sie es wagen!

Da fragt man sich schon manchmal, in was für einer Welt wir eigentlich leben? Zum Glück! Denn immer mehr Menschen versuchen was gegen diesen Irrsinn zu tun. In Frankreich ist es zum Beispiel ein Muss, die übrig gebliebenen Lebensmittel zu spenden. Ansonsten blüht eine Geldstrafe. Start up-Unternehmen, wie Etepete oder Querfeld widmen sich dem hässlichen Gemüse, das es nicht in die Supermärkte schafft und verkaufen es an weniger oberflächliche Konsumenten. Und dann gibt es da noch „Too Good to go“.  Diese wunderbare App dient der Rettung von Lebensmitteln. Wie das? Restaurants, Supermärkte, Cafés etc. stellen kurz vor Ladenschluss das Essen, das nicht verkauft wurde, für einen schmalen Taler zu Verfügung und der glückliche Kunde bekommt für kleines Geld leckere Speisen.

In Cottbus machen bisher zwar nur drei Unternehmen mit. Einer davon ist die Trattoria il sardo in der Ebertstraße, bei der man ein köstliches Mahl für nur 3,50 € bekommt. Die Freizeitoase und Nordsee sind auch schon mit am Start. Allein in Cottbus konnten daher bereits 600 Mahlzeiten gerettet und  so 1,5 Tonnen CO2 eingespart werden.

Eine ganz wunderbare Sache, die hoffentlich noch sehr viel größer wird.

Lena Bange

 

Mehr Infos:

www.togoodtogo.de

 

 

 

 

 

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